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hautnah dermatologie

, Volume 34, Issue 5, pp 28–28 | Cite as

Akne: Überzeugende Belege nur für Glykolsäure-Peeling

  • Christine Starostzik
Literatur kompakt
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Aknepatienten suchen oft nach nichtmedikamentösen Optionen. Deren Wirksamkeit ist aber nur wenig verlässlich belegt.

Nicht medikamentöse Therapien bieten sich or allem bei leichteren Akneformen an. Doch gerade hier ist die Studienlage unbefriedigend. Niederländische Mediziner haben 33 Studien aus den Jahren 2000 bis 2017 in einem systematischen Review aufgearbeitet. Sie untersuchten die drei verbreitetsten nicht medikamentösen Verfahren: laser- und lichtbasierte Therapien (20 Studien), chemische Peelings (elf Studien) und das fraktionierte Radiofrequenz-Microneedling (zwei Studien).

Mit diesen Methoden wurde in der Mehrheit eine signifikante Reduktion der Akneläsionen erreicht. Trotz signifikanter Resultate waren aber nur sieben der Studien methodisch von hoher Qualität. Deren weitere Analyse erbrachte lediglich für das Peeling mit 10- bis 40%iger Glykolsäure überzeugende Belege. Hinweise auf Wirksamkeit ergaben sich für 20- bis 60%ige Aminofruchtsäuren, hochenergetische Blitzlampen sowie Diodenlaser. Für die PDL-Therapie fanden sich widersprüchliche Ergebnisse, die eventuell auf verschiedene Behandlungsmodi zurückzuführen sind. Häufigste Nebenwirkungen waren Erytheme, leichte Schmerzen, Purpura, Ödeme und vorübergehende Hyperpigmentierungen.

Fazit: Einige nichtmedikamentöse Aknetherapien konnten ihre Wirksamkeit und Sicherheit unter Beweis stellen. Allerdings lässt die Qualität vieler Studien sowie heterogene Bedingungen zu wünschen übrig. Dringend gefragt sind placebokontrollierte, doppelblinde Studiendesigns unter standardisierten Bedingungen.

Literatur

  1. De Vries FMC et al. The efficacy and safety of non-pharmacological therapies for the treatment of acne vulgaris: A systematic review and best-evidence synthesis. J Eur Acad Dermatol Venereol. 2018; 32: 1195–203CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  • Christine Starostzik
    • 1
  1. 1.

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