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hautnah dermatologie

, Volume 34, Issue 5, pp 18–18 | Cite as

Photodynamische Therapie mit Tageslicht bei aktinischer Keratose langfristig erfolgreich

  • Dagmar Kraus
Literatur kompakt
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Die konventionelle photodynamische Therapie aktinischer Keratosen ist sehr effektiv, bringt aber einige Unannehmlichkeiten mit sich: Die Durchführung nimmt viel Zeit in Anspruch und kann für den Patienten schmerzhaft sein. Seit einiger Zeit gibt es mit der photodynamischen Therapie mit Tageslicht eine in der Anwendung einfachere Alternative.

In der Rubrik „Literatur kompakt“ werden die wichtigsten Originalarbeiten aus der internationalen Fachliteratur referiert.

© Mehmet Dilsiz / Fotolia.com

Die Wirksamkeit der photodynamischen Therapie mit Tageslicht (DLPDT) bei der nicht hyperkeratotischen aktinischen Keratose wurde bereits 2008 demonstriert. Griechische Dermatologen zeigten nun in einer Studie, dass damit ähnlich gute Ansprechraten zu erzielen sind wie mit der konventionellen Variante (CPDT): Sie hatten an 46 Patienten Wirksamkeit, Verträglichkeit und Sicherheit beider Verfahren verglichen und den Behandlungserfolg über eine Nachbeobachtungszeit von zwölf Monaten dokumentiert.

In der Studie wurden nur Patienten mit milder oder moderat ausgeprägter, nicht hyperkeratotischer aktinischer Keratose (Grad I und II) im Gesicht oder auf der Kopfhaut berücksichtigt. Die Dermatologen wählten bei jedem Patienten auf der linken und der rechten Körperseite je ein Hautareal identischer Größe und Lage aus. Die Hautläsionen pro Areal wurden gezählt, fotografiert, kartografiert und eingestuft. Die eine Seite wurde anschließend mit dem konventionellen Verfahren behandelt, die andere mit der DLPDT. Als Photosensitizer verwendeten die Dermatologen eine Methylaminolävulinathaltige Creme (160 mg/g).

Die konventionelle photodynamische Therapie aktinischer Keratosen ist mit Unannehmlichkeiten wie Schmerzen und Zeitaufwand verbunden.

© RapidEye (Symbolbild mit Fotomodell)

Die Ansprechraten beider Therapieformen waren nach drei (77,9 % bei DLPDT vs. 80,6 % bei CPDT) und zwölf Monaten (71,2 % bei DLPDT vs. 73,7 % bei CPDT) vergleichbar, in der Wirksamkeit konnte zu beiden Zeitpunkten kein signifikanter Unterschied festgestellt werden.

Durchaus einen Unterschied machte die Behandlungsform aber in puncto Patientenkomfort: Die Schmerzintensität der DLPDT beurteilten die Patienten auf einer Skala von 0 bis 10 im Schnitt mit 1,1 Punkten (vs. 6,1 bei CPDT). Auch hinsichtlich der milden, lokalen Hautreizungen bei beiden Therapien konnte die DLPDT punkten: Ödeme und Erytheme fanden sich auf allen Hautarealen, die konventionell behandelt worden waren, aber nur auf 71,6 % der DLPDT-behandelten Hautflächen (Pusteln und Krusten: 32,4 % bei CPDT vs. 28,2 % bei DLPDT).

Fazit: Bei der Behandlung von Grad-I- und Grad-II-Läsionen einer aktinischen Keratose ist die DLPDT gemäß den Studienautoren ebenso wirksam wie die konventionelle Therapie. Ob der Behandlungserfolg allerdings von Dauer ist, könne angesichts der noch dünnen Datenlage bislang nicht beurteilt werden und muss den Dermatologen zufolge in weiteren, langfristig angelegten Untersuchungen evaluiert werden. Davon abgesehen sei die Anwendung der DLPDT aber weniger zeitaufwendig und für den Patienten nahezu schmerzlos, was die Therapietreue der Patienten verbessern dürfte.

Literatur

  1. Sotiriou E et al. Conventional vs. daylight photodynamic therapy for patients with actinic keratosis on face and scalp: 12-month follow-up results of a randomized, intra-individual comparative analysis. J Eur Acad Dermatol Venereol. 2018; 32: 595–600CrossRefGoogle Scholar

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Authors and Affiliations

  • Dagmar Kraus
    • 1
  1. 1.

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