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MMW - Fortschritte der Medizin

, Volume 161, Issue 20, pp 67–67 | Cite as

Meilenstein in der Migräneprophylaxe

CGRP-Antikörper hilft auch in schweren Fällen

  • Roland Fath
PHARMAFORUM
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_ Bisherige Prophylaktika wie Betablocker, der Kalziumantagonist Flunarizin, Antikonvulsiva oder Amitriptylin werden von vielen Patienten wegen schlechter Verträglichkeit nicht langfristig eingenommen, berichtete PD Dr. Ruth Ruscheweyh, München. Mit CGRP-Antikörpern ist jetzt eine spezifisch wirkende Migräneprophylaxe verfügbar, die gut verträglich ist.

In der FOCUS-Studie konnten bei Migränepatienten, die zwei bis vier erfolglose Vortherapien hinter sich hatten, mit Fremanezumab (Ajovy®) Ansprechraten von 30–40% erreicht werden. Die monatlichen Migränetage wurden um 4,1 Tage (monatliche Dosis) bzw. 3,7 Tage (Quartalsdosis) reduziert (Placebo: 0,6 Tage; p < 0,0001). Bei Studienteilnehmern mit mittelgradiger bis starker Depression, eine häufige Komorbidität von Migränepatienten, reduzierte Fremanezumab die Zahl der monatlichen Migränetage um rund 6 Tage (vs. 2,3 Tage unter Placebo, p < 0,001). Gleichzeitig verringerte sich auch die depressive Symptomatik klinisch relevant, berichtete Ruscheweyh.

Soweit sollte es möglichst nicht kommen.

© fred goldstein / Fotolia (Symbolbild mit Fotomodell)

Literatur

  1. Symposium „Changing Migraine — neue Therapiehorizonte erschließen!“, 92. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN); Stuttgart, September 2019 (Veranstalter: Teva)Google Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  • Roland Fath
    • 1
  1. 1.

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