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MMW - Fortschritte der Medizin

, Volume 161, Issue 14, pp 75–75 | Cite as

Aktuelle Versorgungsdaten

24-h-Hydromorphon ist überlegen

PHARMAFORUM
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_ Lange Zeit galt Morphin als Goldstandard in der Therapie von Tumorschmerzen. Daten aus dem DGS-PraxisRegister Schmerz, in dem insgesamt 31.842 Therapien aufgezeichnet wurden, zeigen jedoch, dass 35,8% der Patienten, die mit Morphin behandelt wurden, die Therapie vorzeitig aufgrund von Verträglichkeitsproblemen abbrachen.

Demgegenüber wiesen mit Hydromorphon-Retard-Medikamenten therapierte Patienten eine mittlere Abbruchrate von 13,9% auf. Mit einer durchschnittlichen Abbruchrate von 5% zeigten einmal täglich einzunehmende Hydromorphon-Präparate (z. B. Hydromorphon Aristo® long), eine noch bessere Verträglichkeit bei Tumorschmerzpatienten. Bestätigt wird diese Überlegenheit durch den Anteil von erfolgreichen Erstbehandlungen — dieser war bei Hydromorphon in der 24-Stunden-Galenik am höchsten.

„Die kontinuierliche Freisetzung des Wirkstoffs und die daraus resultierende gleichmäßige Analgesie sowie die geringe Interaktion mit verschiedenen Medikamenten und die Möglichkeit, auch bei Niereninsuffizienz und Leberfunktionsstörungen zu behandeln, macht Hydromorphon in vielen Fällen zum Mittel der ersten Wahl“, so PD Dr. Michael A. Überall, Nürnberg.

Nur jeder fünfte Patient reagierte auf Morphin und jeder dritte Patient auf Oxycodon mit einer zufriedenstellenden Schmerzlinderung. Weitaus positivere Ergebnisse erzielten Hydromorphon-Medikamente — hier war etwa jede zweite Behandlung erfolgreich. Mit einer Erfolgsquote von 66% schnitten Hydromorphon-Präparate in der 24-Stunden-Galenik noch besser ab.

Die Behandlung ihrer Schmerzen sollte möglichst nebenwirkungsarm sein.

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Literatur

  1. Nach Informationen von AristoGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  • Red
    • 1
  1. 1.

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