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MMW - Fortschritte der Medizin

, Volume 161, Issue 14, pp 29–29 | Cite as

Krebsberatung für jeden

  • Vanessa Lenkenhoff
AKTUELLE MEDIZIN LESERFORUM
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Als „psychischen Notfall bei Arzt und Patient“ wurde die Mitteilung einer Krebsdiagnose in MMW 7/2019, S. 10 beschrieben. Eine Leserin hat weiterführende Hinweise zu dem Thema.

_ Auch wir als Landeskrebsgesellschaft bekommen sehr oft die Rückmeldung, wie schwer die Patienten mit einer nicht empathischen Diagnoseübermittlung umgehen können. Dahinter steckt vermutlich oft Unsicherheit oder Selbstschutz der Ärzte.

Wichtig finde ich, dass auch die Hausärzte über die Existenz von Krebsberatungsstellen informiert werden. In Deutschland gibt es mehrere hundert dieser Einrichtungen. In Baden-Württemberg sind es 13 Stück. Diese Stellen werden derzeit noch teilweise durch die Deutsche Krebshilfe, durch Spenden oder auch wie in Baden-Württemberg durch Mischfinanzierungen von GKV, Deutscher Rentenversicherung und dem Land finanziert. Ab 2020 könnte es zu einer Regelfinanzierung kommen.

In den Krebsberatungsstellen werden Betroffene und deren Angehörige, aber auch Fachkräfte — z. B. Ärzte — kostenlos und niederschwellig beraten. In jeder Stelle sind Sozialarbeiter und Psychoonkologen beschäftigt. So erhalten die Ratsuchenden Hilfestellung bei sozialrechtlichen Fragestellungen wie Krankengeld, Rehabilitation oder Schwerbehindertenausweis sowie bei psychoonkologischen Sachverhalten, etwa wenn es um Rezidivängste oder um die Bewältigung des Alltags geht.

Auf der Website des Krebsinformationsdienstes können Beratungsstellen in ganz Deutschland gefunden werden (siehe Kasten).

Krebsberatungsstellen-Suche

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© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  • Vanessa Lenkenhoff
    • 1
  1. 1.Krebsverband Baden-Württemberg e. V.StuttgartDeutschland

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