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MMW - Fortschritte der Medizin

, Volume 161, Issue 11, pp 58–58 | Cite as

Zwei positive Outcome-Studien

Vorteile durch PCSK9-Inhibitoren

  • Dirk Einecke
PHARMAFORUM
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_ „PCSK9-Inhibitoren sind ein Paradebeispiel für eine zielgerichtete Arzneimittelentwicklung in kürzester Zeit. 2004 wurde die Mutation entdeckt, 2010 der erste Patient behandelt, 2017/18 lagen positive Outcome-Daten mit 45.000 Patienten vor“, rekapitulierte Prof. Andreas Zeiher, Klinik für Kardiologie, Angiologie und Nephrologie der Universität Frankfurt/Main. Heute bieten die potenten Lipidsenker eine willkommene Therapieoption für Hochrisikopatienten, „die wir anders nicht behandeln können“, so der Kardiologe.

Die Therapiekandidaten sind heute gut bekannt

Inzwischen kennt man die Patienten, die in besonderem Maße von einer PCSK9-Inibition profitieren, gut. Es sind Patienten mit Gefäßerkrankungen in mehreren Gefäßprovinzen, wenn zusätzlich zur KHK noch eine PAVK und/oder eine Karotissstenose vorliegen, solche mit einer besonders ausgedehnten KHK, mit mehreren Herzinfarkten oder nach Bypass-Chirurgie sowie Patienten mit Progredienz der KHK unter hochdosierten Statinen. Hinzu kommen Hochrisikopatienten, die trotz intensiver Behandlung mit Statinen und Ezetimib keine LDL-Zielwerte unter 100 mg/dl erreichen, weil sie z. B. eine familiäre Hypercholesterinämie haben oder Statine nicht vertragen.

„Wir sollten diese Patienten konsequent behandeln“, so Zeiher. Mit der Höhe des absoluten kardiovaskulären Risikos des Patienten sowie des Ausgangs-LDL-Werts sinke zunehmend die number needed to treat.

Zeiher war deutscher Studienleiter der ODYSSEY-OUTCOMES-Studie, in der über 2,8 Jahre die Wirksamkeit von Alirocumab vs. Placebo bei knapp 19.000 KHK-Patienten mit kürzlich erlittenem akutem Koronarsyndrom untersucht wurde [Gregory G et al. N Engl J Med. 2018;379:2097–107]. Die Studie zeigte, dass der PCSK9-Hemmer das Risiko für den primären Endpunkt (Koronartod, Herzinfarkt, Schlaganfall, instabile Angina pectoris) signifikant reduziert (9,5% vs. 11,1% der Patienten). Verum-Patienten wiesen auch eine geringere Gesamtsterblichkeit auf (3,5% vs. 4,1%).

Literatur

  1. Symposium „Herz & Lipide im Fokus der kardiovaskulären Risikoreduktion“ und Meet-the-Expert, 85. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie; Mannheim, April 2019 (Veranstalter: Sanofi)Google Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  • Dirk Einecke
    • 1
  1. 1.

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