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MMW - Fortschritte der Medizin

, Volume 161, Supplement 2, pp 50–50 | Cite as

Falls eine orale HIV-Therapie nicht infrage kommt:

Günstige Ergebnisse für erste lang wirksame Injektion

PHARMAFORUM
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_ Im Rahmen der Konferenz zu Retroviren und opportunistischen Infektionen 2019 (CROI) wurden umfassende Daten aus der ATLAS-Studien präsentiert. Sie zeigen, dass die lang wirksame, intramuskulär injizierbare Kombination aus den beiden antiretroviralen Wirkstoffen Cabotegravir und Rilpivirin die Virussuppression wirksam aufrecht erhält. In die Studien waren mit HIV-1 infizierte Erwachsene aufgenommen worden. Die Wirksamkeit der alle vier Wochen verabreichten Injektionen wurden in beiden Studien mit klassischen oralen Standardtherapieformen verglichen, bei denen täglich drei Wirkstoffe eingenommen werden. Beide Studien erreichten ihren primären Endpunkt zu Woche 48. Bei der Aufrechterhaltung der Virussuppression war die neuartige Injektionstherapie der Standardtherapie nicht unterlegen.

Statt 365-mal nur noch 12-mal jährlich

Dr. John C. Pottage, Jr., Chief Scientific und Medical Officer von ViiV Healthcare, berichtete, dass auch die Daten zur Patientenpräferenz gut seien. Fast alle Studienteilnehmer, die zur Injektionstherapie wechselten, bevorzugten diese gegenüber ihrer bisherigen oralen Therapie. Für Menschen mit HIV bedeutet eine Zulassung dieser neuartigen Injektionstherapie, dass sie nur noch alle vier Wochen jeweils eine Injektionsdosis der antiretroviralen Therapie aus Cabotegravir und Rilpivirin benötigen. Statt an 365 Tagen Tabletten einzunehmen, sind nur noch zu 12 Terminen pro Jahr Injektionen erforderlich.

Die Behandlung mit lang wirksamen Injektionen aus Cabotegravir und Rilpivirin wurde im Allgemeinen gut vertragen. Die Rate an schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen war mit 4,2% (13/308) relativ niedrig, ebenso wie die Rate an Patienten, die die Studie aufgrund von unerwünschten Ereignissen abgebrochen haben (10/308 [3,2%]).

Im Vergleich zur fortgesetzten oralen Therapie verbesserte sich die Behandlungszufriedenheit der Patienten nach dem Wechsel zur Injektionstherapie signifikant. 86,4% bevorzugten die lang wirksame Injektionstherapie; ihre bisherige orale Therapie bevorzugten dagegen nur 7 von 308 (2,3%).

Literatur

  1. Nach Informationen von ViiVGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  • Red
    • 1
  1. 1.

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