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MMW - Fortschritte der Medizin

, Volume 161, Issue 1, pp 73–73 | Cite as

Antikoagulation bei Vorhofflimmern

Vorteile im Praxisalltag durch die Gabe von NOAK

  • Peter Stiefelhagen
PHARMAFORUM
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_ Die Einführung der Nicht-Vitamin-K-abhängigen oralen Antikoagulanzien (NOAK) hat die Antikoagulation für Patienten mit einem nicht-valvulären Vorhofflimmern einfacher und sicherer gemacht. Die Vorteile gegenüber den Vitamin-K-Antagonisten zeigen sich auch im Versorgungsalltag.

Das Vorhofflimmern ist ein unabhängiger Faktor für eine erhöhte Mortalität und Morbidität sowohl durch Herzinsuffizienz als auch durch thromboembolische Komplikationen. Letztere sind durch eine orale Antikoagulation weitgehend verhinderbar.

Hohes Vertrauen in NOAK

Die Vorzüge der NOAK hätten sich nun auch in der täglichen Praxis gezeigt, berichtete Prof. Michael Näbauer, München. Dafür spricht die Tatsache, dass der Anteil der Patienten mit neu aufgetretenen Vorhofflimmern, die bei einem CHA2DS2-VASc-Score ≥ 2 antikoaguliert werden, in den letzten Jahren von 34,7% auf 60,5%, also um 25,8 Prozentpunkte gestiegen ist. Dies sei vor allem den NOAK zu verdanken, so Näbauer. Diese würden immer häufiger verordnet. Leider würden immer noch ca. 13% der Patienten mit einem Plättchenhemmer behandelt, obwohl dieser deutlich weniger wirksam sei und ein vergleichbar hohes Blutungsrisiko besitze.

Registerdaten der Krankenkassen zeigen für Apixaban (Eliquis®) eine mit den Ergebnissen der Zulassungsstudien vergleichbare Wirksamkeit und Sicherheit. „Diese Daten zeigen auch, dass Apixaban bei kränkeren und älteren Patienten bevorzugt eingesetzt wird“, so Näbauer. Dies sei ein Beweis für das große Vertrauen, dass der verordnende Arzt dieser Substanz entgegenbringe.

Dosisreduktion wird korrekt umgesetzt

Darüber hinaus konnte gezeigt werden, dass eine Dosisreduktion im Alltag nicht zu Kompromissen bei der Wirksamkeit und Verträglichkeit führt. Mit anderen Worten, die Dosisreduktion wird bei entsprechenden Risikopatienten sinnvoll genutzt, um einen Anstieg des Blutungsrisikos zu verhindern.

Apixaban wurde jetzt auch für die Kardioversion mit kurzer Vorlaufzeit zugelassen: Eine Kardioversion ist mit zweimal täglich 5 Dosen à 5 mg Apixaban oder mind. 2 h nach 1 Aufsättigungsdosis von 10 mg, gefolgt von 5 mg Apixaban zweimal täglich, sicher und effektiv durchführbar.

Literatur

  1. Pressegespräch „Von klinischen Studien zu gesundheitsökonomischen Effekten: Aktuelles zu Apixaban (Eliquis®)“, Tagung der European Society for Cardiology (ESC); München, August 2018 (Veranstalter: BMS)Google Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  • Peter Stiefelhagen
    • 1
  1. 1.

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