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MMW - Fortschritte der Medizin

, Volume 161, Issue 1, pp 68–68 | Cite as

Akute kardiale Dekompensation

Therapiestart mit ARNI so früh wie möglich

  • Peter Stiefelhagen
PHARMAFORUM
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_ Die chronische systolische Herzinsuffizienz (HF) ist eine progrediente Erkrankung. Typisch sind wiederholte kardiale Dekompensationen. Neben der passageren Verschlechterung des klinischen Bildes verschlechtert sich dabei auch die Prognose.

„Besonders gefährlich sind die ersten drei Monate nach der akuten Dekompensation. Das ist eine sehr vulnerable Phase“, warnte Prof. Michael Böhm, Homburg/Saar. In dieser Zeit sei die Wahrscheinlichkeit für eine erneute Verschlechterung mit konsekutiver stationärer Wiederaufnahme deutlich erhöht, und auch die Mortalität sei um das Dreifache gesteigert. Daraus ergebe sich die dringende Notwendigkeit für eine Optimierung der Therapie, z. B. mit Sacubitril/Valsartan (Entresto®).

Im Rahmen der PARADIGM-HF-Studie hatte sich der Angiotensin-Rezeptor-Neprilysin-Inhibitor (ARNI) bei Patienten mit einer systolischen Herzinsuffizienz im Vergleich zu Enalapril bereits als hoch wirksam erwiesen. Und auch in der PIONEER-HF-Studie zeigte sich die Überlegenheit von Sacubitril/Valsartan gegenüber Enalapril, so Böhm. Der kombinierte Endpunkt aus Tod, HF-bedingter Rehospitalisierung, Notwendigkeit eines linksventrikulären Unterstützungssystems oder Aufnahme auf die Transplantationsliste wurde um 46% gesenkt. Gleichzeitig fand sich eine um 29% stärkere Abnahme des NT-proBNP-Spiegels als Indikator für den Schweregrad der Herzinsuffizienz. Bei Patienten mit einer kardialen Dekompensation sollte man daher möglichst früh mit dem ARNI einsteigen“, so das Fazit von Böhm.

Literatur

  1. Pressegespräch „Entresto — PIONEER bei HFrEF“; München, November 2018 (Veranstalter: Novartis)Google Scholar

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Authors and Affiliations

  • Peter Stiefelhagen
    • 1
  1. 1.

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