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MMW - Fortschritte der Medizin

, Volume 160, Issue 21–22, pp 78–78 | Cite as

Typ-2-Diabetes

DPP4- oder SGLT2-Hemmer ?

PHARMAFORUM
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_ Menschen mit Typ-2-Diabetes entwickeln häufig eine Niereninsuffizienz. Dipeptidyl-Peptidase-4(DPP4)-Inhibitoren sind bei Niereninsuffizienz eine verträgliche Option. Dagegen können Hemmer des Natrium-Glukose-Co-transporters (SGLT2-Hemmer) weniger wirksam sein.

Jetzt wurden die beiden Substanzen in einer Studie bei Patienten mit einer milden Nierenfunktionsstörung (eGFR zwischen 60 und 90 ml/min) verglichen. Gut 600 Typ-2-Diabetiker erhielten zusätzlich zur Basismedikation aus Metformin oder aus Metformin plus Sulfonylharnstoff entweder den DPP4-Hemmer Sitagliptin oder den SGLT2-Hemmer Dapagliflozin.

Nach 24 Wochen zeigten die Patienten unter Sitagliptin nicht nur eine stärkere Reduktion der HbA1c-Werte gegenüber Baseline (−0,51 vs. −0,36 Prozentpunkte), darüber hinaus erreichte ein größerer Teil der Patienten ihren HbA1c-Zielwert < 7% (42,6% vs. 27,0%). Die Inzidenz von Hypoglykämien war in beiden Gruppen ähnlich.

Im Allgemeinen war die Verträglichkeit in beiden Gruppen vergleichbar. In der Dapagliflozin-Gruppe trat eine höhere Rate an unerwünschten arzneimittelbedingten Ereignissen auf (13,7% vs. 7,8%), vor allem im Zusammenhang mit genitalen Pilzinfektionen (4,3 vs. 0,6% bei Männern und 5,0 vs. 0,0% bei Frauen). Sitagliptin steht als Monosubstanz (z. B. Xelevia®) oder als Fixkombi mit Metformin (z. B. Velmetia®) zur Verfügung.

Literatur

  1. Nach Informationen von Berlin-ChemieGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  • Red
    • 1
  1. 1.

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