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MMW - Fortschritte der Medizin

, Volume 160, Issue 21–22, pp 9–9 | Cite as

Umfassende Aufklärung gefordert

Informationsdefizite bei der Verhütung

AKTUELLE MEDIZIN . MAGAZIN
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Junge Frauen nutzen vorwiegend die Pille zur Kontrazeption. Doch Folge einer informierten Entscheidung ist das offenbar nur in wenigen Fällen.

_ Gynäkologen der Universität Erlangen-Nürnberg befragten 2.699 Mädchen zwischen 14 und 19 Jahren über die Art der Verhäütung und ihren Kenntnisstand zur Kontrazeption.

Wie wirkt das wohl?

© iStock/ThinkStock (Symbolbild mit Fotomodell)

Die kombinierten oralen Kontrazeptiva führten mit 86% die Rangliste der Verhütungsmethoden an, gefolgt von Kondomen mit 4%. Über zwei Drittel der Mädchen glaubten, gut über das Thema Bescheid zu wissen. Die ebenfalls befragten Gynäkologen schätzten den Wissensstand von 59% ihrer Patientinnen als gut bis sehr gut ein. Tatsächlich konnten die Mädchen im Schnitt mehr als fünf verschiedene Verhütungsmethoden aufzählen. Hinsichtlich der Wirkungsweise machten sich aber deutliche Defizite bemerkbar. So wusste mehr als die Hälfte der Mädchen nicht, dass mit der kombinierten Pille die Ovulation unterdrückt wird.

Die Befragung ergab überdies, dass — anders als von den Gynäkologen angenommen — die Mädchen starkes Interesse an einer Langzeitverhütung haben. 57% wünschten sich dazu mehr Informationen.

Literatur

  1. Oppelt PG et al. Geburtsh Frauenheilk 2018;78:999–1007CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  • dk
    • 1
  1. 1.

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