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InFo Neurologie & Psychiatrie

, Volume 21, Issue 10, pp 14–15 | Cite as

Anticholinerg wirksame Medikamente ab dem mittleren Lebensalter möglichst reduzieren

Langfristig steigt das Demenzrisiko

  • Markus WeihEmail author
journal club
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Fragestellung: Gibt es Assoziationen zwischen medikamentöser Behandlung mit Anticholinergika und dem Risiko einer Demenz bei Personen, die 55 Jahre oder älter sind?

Hintergrund:Anticholinerge Medikamente blockieren Acetylcholin im zentralen und peripheren Nervensystem, sie umfassen Antihistaminika, Antidepressiva und Medikamente gegen gastrointestinale oder urologische Störungen. Diese Medikamente haben kurzzeitige Nebenwirkungen, wie Verwirrtheit und Gedächtnisprobleme bei älteren Menschen, aber es ist nicht klar, ob die Medikamente auch auf längere Sicht ein Risikofaktor für eine Demenz sind. Beobachtungsstudien zu anticholinergen Medikamenten und dem Demenzrisiko waren bislang zu klein, hatten kurze Beobachtungszeiträume, waren durch die Erinnerungsfähigkeit der Teilnehmer verzerrt oder hatten andere methodische Probleme (z. B. Verzerrung durch Antidepressivabehandlung, wenn Depression ein prodromales Symptom darstellte). In der vorliegenden Studie sollte die Assoziation zwischen...

Literatur

  1. Coupland CA, Hill T, Dening T et al. Anticholinergic drug exposure and the risk of dementia. JAMA Intern Med 2019; [Epub ahead of print]Google Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.NürnbergDeutschland

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