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InFo Onkologie

, Volume 21, Issue 6, pp 33–33 | Cite as

Follikuläres Lymphom

Fortschritt durch neue anti-CD20-Kombis

  • Barbara Kreutzkamp
neues aus der forschung
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Die Einführung von CD20-Antikörpern war ein Meilenstein in der Behandlung des follikulären Lymphoms (FL) und führte in der Folgezeit zur Entwicklung vor allem innovativer, biologisch aktiver und chemotherapiefreier Kombinationstherapien, so das Fazit einer Übersichtsarbeit.

Der gegen CD20 gerichtet Antikörper Rituximab hat die Prognose von Patienten mit FL in allen Stadien deutlich verbessert. Allerdings fehlen Studien, in denen eine Rituximab-Monotherapie mit einer Rituximab-Chemotherapie-Kombination direkt verglichen wurde. Möglicherweise profitieren sogar ausgewählte therapienaive FL-Patienten mit einer höheren Krankheitslast von der gegen CD20 gerichteten Monotherapie.

Weiterhin interessant bleiben auch die anti-CD20-Antikörper-Chemotherapie-Kombinationen. Besonders geeignet scheint Rituximab vor allem für die Kombination mit anderen zielgerichtet wirksamen Substanzen zu sein, mit denen sich häufig synergistische Effekte ergeben. Das war bereits in ersten klinischen Studien mit Kombinationen von Rituximab plus Interferon deutlich zu erkennen und ermunterte die Forschung zur stetigen Suche nach neuen chemotherapiefreien biologisch wirksamen Doubletten. Gute Ergebnisse zeigten sich bisher u. a. bei Kombinationen mit Lenalidomid und Ibrutinib. Neue Substanzen wie Antagonisten des B-Zell-Antigenrezeptor(BCR)-Signalwegs, antiapoptotisch wirksame Substanzen und Histondecatylaseinhibotoren sind in der Pipeline und bieten sich in Zukunft für die Erprobung in Kombination mit Rituximab oder Obinutuzumab an.

Literatur

  1. Karmali R et al. Rituximab: a benchmark in the development of chemotherapy-free treatment strategies for follicular lymphomas. Ann Oncol. 2018; 29(2):332–40.CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  • Barbara Kreutzkamp
    • 1
  1. 1.

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