InFo Onkologie

, Volume 21, Issue 3, pp 30–30 | Cite as

Wenn die anti-PD-1-Therapie nicht anschlägt: Sind Makrophagen schuld?

  • Moritz Borchers
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Auch wenn die Halbwertszeit von Checkpointhemmern (CPI) wie dem gegen PD-1 („programmed cell death protein 1“) gerichteten monoklonalen Antikörper Nivolumab eigentlich um die 26 h beträgt, könnte das tatsächliche therapeutische Intervall sehr viel kürzer ausfallen. Zu dieser überraschenden Erkenntnis gelangten Mediziner um Sean P. Arlauckas aus Boston, MA/USA, auf Basis von Tiermodell- und Labordaten (Sci Transl Med. 2017;9(389):pii:eaal3604). Der Grund: Makrophagen, die genauso wie die von den CPI adressierten T-Zellen im Tumormikroenivorment vorkommen, scheinen binnen Minuten damit zu beginnen, die CPI wieder von der Oberfläche der T-Zellen zu entfernen. Blockierten Arlauckas und sein Team vor der Verabreichung des CPI die sogenannten Fcγ-Rezeptoren auf den Makrophagen durch Pharmaka, konnten die CPI länger an die T-Zellen anbinden; zugleich fiel die antitumorale Effektivität in einem Maus-Lymphom-Modell besser aus, als ohne die Fcγ-Rezeptorbockade. CPI wären ggf. wirksamer, wenn sie bzgl. der Fc-Domäne entsprechend optimiert würden bzw., wenn Fcγ-Rezeptorblocker zur CPI-Therapie verabreicht würden, spekulieren die Forscher. Für ihre Studie hatte das Team Nivolumab mit Farbstoffen markiert und dann die Pharmakokinetik des Wirkstoffs im Hinblick auf CD8+-T-Zellen mit Hilfe von Ex-/In-vivo-Mikroskopie sowie Durchflusszytometrie analysiert.

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Authors and Affiliations

  • Moritz Borchers
    • 1
  1. 1.

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