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InFo Onkologie

, Volume 21, Issue 2, pp 58–58 | Cite as

Lymphom-Staging

Bedeutung der FDG-PET

  • Moritz Borchers
onkologie aktuell
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Die Fluordesoxyglucose-Positronenemissionstomografie (FDG-PET) sei gemäß Lugano-Konsensusempfehlungen von 2014 die bevorzugte Standardmethode zum Staging FDG-avider Lymphome, so Regine Kluge, Leipzig. Ausnahmen seien die nicht FDG-aviden Lymphome: Chronische lymphatische Leukämie/kleinzelliges lymphozytisches Lymphom, Morbus Waldenström, Mycosis fungoides und Marginalzonen-Non-Hodgkin-Lymphome.

Für die PET spreche, dass es sich um eine Untersuchung des ganzen Körpers handele: „Das Tumorgewebe wird gewissermaßen markiert, es leuchtet quasi im Bild auf“, erklärte Kluge. Das mache es einfach, die Lokalisation des Tumorgewebes schnell zu erfassen und die Volumina zu bestimmen. Bei der Erfassung von Knochenmetastasen sei die PET-Bildgebung zudem sensitiver als die Knochenmarksbiopsie, gerade beim Hodgkin-Lymphom (HL). In den Lugano-Empfehlungen hieße es nun, keine Knochenmarksbiopsie mehr durchzuführen — sowohl beim HL als auch bei hochmalignen Nicht-HL (NHL). Beim HL stimme sie dieser Empfehlung zu, so Kluge. Im Hinblick auf NHL sei sie sich nicht sicher, ob die Empfehlung nicht zu weit ginge.

Nur noch PET? Nein!

Bei zwei Ausnahmen seien weitere Maßnahmen in Ergänzung zur PET sinnvoll, so Kluge:
  • Um kleine Lungenherde nicht zu übersehen, empfahl sie, nach der PET noch eine Computertomografie (CT) der Lunge in Inspiration anzufertigen. Ansonsten bestehe das Risiko, sehr kleine Herde bei einer Ganzkörperaufnahme zu übersehen.

  • Auch ein diffuser Milzbefall könne der PET-Diagnose entgehen. Deswegen empfiehlt Kluge, noch eine Sonografie der Milz durchzuführen. Gleichwohl gäbe es hier nur wenig Daten, wie häufig ein solcher Befall überhaupt vorkomme.

Literatur

  1. Bericht vom 33. Deutschen Krebskongress (DKK 2018) vom 21. bis 24. Februar 2018 in Berlin.Google Scholar

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Authors and Affiliations

  • Moritz Borchers
    • 1
  1. 1.

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