Advertisement

ästhetische dermatologie & kosmetologie

, Volume 11, Issue 1, pp 18–18 | Cite as

Trapeziushypertrophie

Botulinumtoxin A für eine schönere Halskurve

  • Miriam Sonnet
derma aktuell

Ein verkürzter Hals wird von vielen als unästhetisch angesehen. Er kann unter anderem durch eine Hypertrophie des Trapeziusmuskels entstehen. Die Injektion von Botulinumtoxin A kann das Erscheinungsbild maßgeblich verbessern und die Patientenzufriedenheit erhöhen.

Patienten mit einer Hypertrophie im Trapeziusmuskel empfinden ihren Hals oft als unschön und verlangen nach ästhetischen Korrekturmaßnahmen. In einer aktuellen Studie testeten die Autoren dazu den Effekt von Botulinumtoxin A (BTXA) an 30 Probandinnen mit bilateraler Trapeziushypertrophie. Die Ärzte injizierten den Teilnehmerinnen sieben bis zehn Units des Nervengifts in fünf bis sieben Stellen (insgesamt ca. 50 Units) der oberen Fasern des Trapezius. Die Ergebnisse wurden von Probandinnen und Ärzten mittels der Global Aesthetic Improvement Scale (GAIS) bewertet.

Mehr als die Hälfte ist zufrieden

Die Injektion von BTXA verschönerte die Kontur des oberen Teils des Trapeziusmuskels. 53 % der Patientinnen gaben an, dass sich die Ästhetik des Halses und der Kurve am Hals „sehr stark verbessert“ habe. Bei 13 % war die Halsregion nach der BTXA-Injektion „viel besser“, bei 27 % „besser“. Außerdem berichteten einige Probandinnen, dass ihre Schultern weniger schmerzten und sich entspannten.

Bei verkürztem Hals kann Botulinumtoxin A eine Verbesserung der Ästhetik des Halses und der Kurve am Hals ermöglichen.

© metamorworks / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell)

Die Bewertung der Ärzte fiel etwas schlechter aus. Nur 27 % sahen eine „sehr starke Verbesserung“, 33 % eine „starke Verbesserung“ und 33 % eine „Verbesserung“. 7 % gaben an, dass sich die Halsregion nach der Behandlung nicht verändert hatte. Als einen Grund sehen die Autoren die Muskelstärke, die bei manchen Patientinnen besonders ausgeprägt war. Außerdem hatten die Mediziner nur eine mittlere Dosis von BTXA verwendet, die eventuell bei diesen Probandinnen zu schwach gewesen war. Weder Ärzte noch Teilnehmerinnen gaben an, dass sich die Ästhetik verschlechtert hatte. 73 % der Patientinnen würden die Methode sogar weiterempfehlen und 80 % würden die Therapie wiederholen.

Die behandelten Frauen wurden bis zu zwölf Monate nach der Injektion beobachtet. Bei keiner traten Komplikationen wie Infektionen, allergische Reaktionen, ein Pneumothorax oder eine Einschränkung der Beweglichkeit von Hals und Schultern auf. Sechs Teilnehmerinnen hatten lokale Muskelschmerzen, die aber von selbst wieder verschwanden. Zwei Frauen bekamen Probleme mit Schulterzucken. Nach wenigen Monaten konnten sie die Schultern aber wieder normal bewegen.

Dosis je nach Hypertrophiegrad anpassen

Limitationen der Studie waren die relativ kurze Follow-up-Zeit und die geringe Teilnehmeranzahl. Außerdem sei die ideale Dosis von BTXA für die Behandlung einer Trapeziushypertrophie weiterhin unbekannt. Die Autoren wählten eine Dosierung von insgesamt 50 Units (7–10 Units pro Injektionsstelle) — eine eher mittlere Dosis, um, wie sie erklärten, die Sicherheit der Therapie zu garantieren. Bei Patientinnen mit besonders ausgeprägter Muskelhypertrophie könne die Anzahl der Units entsprechend erhöht werden, um einen Effekt zu erzielen.

Literatur

  1. Zhou RR et al. Aesthetic Plast Surg. 2018; 42(6): 1664–71CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  • Miriam Sonnet
    • 1
  1. 1.

Personalised recommendations