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Der Freie Zahnarzt

, Volume 63, Issue 2, pp 68–68 | Cite as

Schöne Zähne mit Veneers

  • Felix KochEmail author
Aus der Wissenschaft
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Vergleich verschiedener Befestigungstechniken. Während der vergangenen Jahre haben keramische Veneers zur Verbesserung der Zahnästhetik zugenommen. Die sehr dünnen keramischen Veneers werden adhäsiv mit Hilfe von Kompositen befestigt.

© yanlev / Fotolia

Der Spalt zwischen Keramikveneer und preparierter Zahnoberfläche wurde mit 60 bis 292 Mikrometern angegeben. Mit der Verbesserung der Ätzung und Silanisierung keramischer Oberflächen sowie der Verbesserung der physikalischen Eigenschaften von Kompositzementen hat sich die Bondingtechnik verbessert. Die Schrumpfung der Zemente wird mit 2,6 bis 5,7 Prozent angegeben. Eine Schrumpfung (2,6 bis 5,7 Prozent des Volumens) der Komposite, das Auswaschen des Kompositzements und eine etwaige Expansionsdifferenz von natürlichem Zahn, Keramikveneer und dem Komposit sind für die Entstehung dieses Mikrospaltes verantwortlich. Die Einlagerung von Bakterien, Flüssigkeiten und Molekülen und somit der Langzeiterfolg einer keramischen Versorgung hängen von der Größe dieses Spaltes ab.

UNTERSCHIEDLICHE SPALTEN

Vor der Befestigung des Veneers wird die Schmelz- oder Dentinoberfläche konditioniert und mit einem Kompositzement zur Befestigung versehen. 2018 wurden im Rahmen einer In-vitro-Studie von Satheesh et Haralur die sogenannten „etch-wash“ (Phosphorsäurekonditionierung gefolgt von Auswaschen, Trocknen und Selbstbonding), „self-etch“ (Primer A/B werden gemischt und mit Licht ausgehärtet), „self-etch dual-cure“ (nach Phosphorsäurekonditionierung, Waschen und Trocknen wird ein chemisch härtendes Komposit appliziert) und die „Self-adhesive-Techniken verglichen (ohne Präkonditionierung wird das Komposit in einem Kapselsystem mittels Amalgammischer aktiviert und mit Licht ausgehärtet). Dafür wurden 40 intakte Frontzähne für die Insertion eines Lithium-Silikat-Veneers (IPS e.max) präpariert und die Veneers mit Flusssäure und Silan konditioniert. Vor der Evaluation des Spaltes zwischen Veneer und Kompositzement beziehungsweise Kompositzement und Zahn wurde die Alterung der Materialien durch Temperaturschwankung und Xenonlichtexposition beschleunigt. Die Mikrospalten wurden mit Hilfe des Penetrationstests von 0,5 Prozent basischen Fuchsins untersucht.

Dabei zeigte die etch-wash dual-cure Befestigungstechnik die weitesten Mikrospalten, die schmalsten Spalten ergaben sich bei der selbstadhäsiven, lichthärtenden Befestigungstechnik. Die Messungen ergaben größere Spalten an der Komposit-Zahn-Grenze als an der Komposit-Keramik-Grenze und größere Spalten am Zahnhals verglichen mit den Mikrospalten an der Zahnkrone.

Prof. Dr. Dr. Felix P. Koch

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Uniklinik Frankfurt, Praxisklinik für Mund-, Kiefer- und plastische Gesichtschirurgie in WiesbadenWiesbadenDeutschland

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