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Der Freie Zahnarzt

, Volume 59, Issue 1, pp 26–26 | Cite as

Erfolg für den FVDZ-Landesverband Baden-Württemberg

Notfalldienstzentren abgewendet

  • Joachim Härer
landesverbände
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Notfalldienstzentren (NFDZ) waren in den vergangenen Monaten ein Gesprächsthema der Kollegenschaft in Baden-Württemberg. Die Entscheidung in dieser teils sehr emotionalen Diskussion fiel in der Vertreterversammlung der Kassenzahnärztlichen Vereinigung (KZV) Baden-Württemberg Ende November. Dank einer Basis-Umfrage des FVDZ-Landesverbandes konnten die NFDZ abgewendet werden.

Doch zunächst zur Vorgeschichte: Die Vertreterversammlung der KZV beauftragte, initiiert vom Landesbeirat, im Sommer 2013 den Vorstand mit der Entwicklung eines Konzepts zur Neuordnung des Notfalldienstes. Dieses Konzept sah die Gründung von flächendeckenden NFDZ in Baden-Württemberg als Ersatz für den bestehenden Notdienst vor. Der Landesvorstand des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte (FVDZ) entschloss sich daraufhin, bestärkt durch viele Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen, eine Basisbefragung in Form einer Umfrage durchzuführen.

Das Ergebnis der Umfrage war sehr eindeutig: Von 6817 verschickten Fragebögen wurden 1832 an die Bundesgeschäftsstelle zurückgesandt. Lediglich 124 Einsendungen (6,85 Prozent) votierten für das Konzept der NFDZ, während die überwiegende Zahl der Rücksendungen, nämlich 93,15 Prozent, der Optimierung der bisherigen Notdienstordnung den Vorzug gaben. Inklusive der wenigen Enthaltungen und ungültigen Stimmen lag die Beteiligungsquote bei 26,87 Prozent!

Der FVDZ-Landesvorstand informierte die Delegierten der Vertreterversammlung über das Ergebnis der Umfrage und forderte sie auf, das Votum der Basis bei ihrer Entscheidung entsprechend zu würdigen. Das gleiche Stimmungsbild zeigte sich auch in den von der KZV durchgeführten Kreisversammlungen zu diesem Thema.

Die Vertreterversammlung der KZV-BW konnte diese eindeutige Entscheidung der zahnärztlichen Basis nicht übergehen. Ohne große Debatte wurde der Antrag des Landesbeirats, das Projekt nicht weiter zu verfolgen, bei einer Gegenstimme angenommen. Der Ablauf der Diskussion um die NFDZ hat gezeigt, dass die Meinung der Basis bei derartigen Vorhaben nicht übergangen werden darf.

Der FVDZ-Landesvorstand bedankt sich bei allen Kolleginnen und Kollegen, die an dieser Meinungsbildung aktiv teilgenommen haben. Ein weiterer Dank geht auch an Helga Sailer und Eva Müllerschön von der Landesgeschäftsstelle für ihren großen Einsatz beim Versand und an die Bundesgeschäftsstelle für die Unterstützung bei der Auswertung.

Dr. Joachim Härer, FVDZ-Landesvorsitzender Baden-Württemberg

© LV BW

Copyright information

© Springer-Verlag 2015

Authors and Affiliations

  • Joachim Härer
    • 1
  1. 1.FVDZ-Landesvorsitzender Baden-WürttembergBaden-WürttembergDeutschland

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