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Soziale Passagen

, Volume 10, Issue 2, pp 327–331 | Cite as

Der Feldzugang als Möglichkeit und Herausforderung

  • Anna HontschikEmail author
  • Kim-Patrick Sabla
Forschungsnotiz
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Zusammenfassung

Im Rahmen dieser Forschungsnotiz werden Überlegungen zu Nutzen und Stellenwert einer Analyse von Feldzugängen außerhalb der „eigentlichen“ Erhebungsmomente vorgestellt, die im Rahmen des DFG-geförderten Forschungsprojekts „NeO – (Neu)Ordnungen von Professionalität und Geschlecht in der Sozialen Arbeit“ entstanden sind. In dem Forschungsprojekt wird rekonstruiert, wie das Verhältnis von pädagogischer Professionalität und Geschlecht in zwei verschiedenen Handlungsfeldern – den Kindertagesstätten und der Sozialpädagogischen Familienhilfe – aktuell diskursiv bestimmt wird. Ausgangspunkt ist die im deutschsprachigen Raum seit etwa fünfzehn Jahren verstärkt geführte Diskussion um eine Erhöhung des Anteils männlicher Fachkräfte in pädagogischen Berufen, die international in den 1990er Jahre begonnen hat. Ausgehend von der Idee, dass die Analyse und Reflexion von Zugängen zum Forschungsfeld bereits Informationen über das Feld selbst bereithalten kann, werden exemplarisch Feldzugänge aus dem Forschungsprojekt skizziert und die sich so bietenden Erkenntnismöglichkeiten untersucht. Abschließend wird gefragt, wie diese Informationen mit dem restlichen erhobenen Material in Beziehung gesetzt werden können.

Schlüsselwörter

Qualitativ-rekonstruktive Forschung Feldzugang Forschungsmethoden Pädagogische Professionalität 

Accessing the “field” – Challenges and possibilities

Abstract

In this research note we will present reflections on the use and importance of analysing field access beyond moments of inquiry. These have arisen in the context of the DFG-funded research project “NeO – (Re)Ordering of Professionalism and Gender in the field of Social work”. The research project reconstructs how the relationship between pedagogic professionalism and gender is currently being determined discursively in two separate areas of activity; namely, day care centres and socio-pedagogical family assistance. The discussion about increasing male professionals in pedagogic jobs – which has internationally started in the 1990s and intensified in german-speaking countries within the past fifteen years – serves as a point of departure. Based on the idea that analysing and reflecting access to the field can already provide information on the field itself, we will sketch out exemplary field access from the research project. To conclude, we ask how such information relates to the remaining collected data.

Keywords

Qualitative-reconstructive research Access to the field Research methods Pedagogic professionalism 

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.Arbeitsbereich Sozialpädagogische Familienwissenschaften, Fakultät I – Bildungs- und GesellschaftswissenschaftenUniversität VechtaVechtaDeutschland

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