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Der MKG-Chirurg

, Volume 12, Issue 1, pp 35–37 | Cite as

Eine seltene Differenzialdiagnose zu odontogenen Abszessen

  • F. TilsenEmail author
  • S. Reinert
  • S. Hoefert
Bild und Fall
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Anamnese

Ein 52-jähriger Mann stellte sich bei uns mit Verdacht auf einen odontogenen Abszess vor. Er berichtete, knapp 2 Wochen zuvor Fieber und Schüttelfrost gehabt zu haben. Bei nun zusätzlich vor ca. 4 Tagen aufgetretener Schwellung am Hals links erfolgte die hausärztliche Vorstellung und eine orale Antibiotikatherapie mit Doxycyclin wurde begonnen. Eine Besserung blieb hierunter aus, woraufhin der Patient mit deutlich reduziertem Allgemeinzustand zuerst in die Klinik für Hals‑, Nasen- und Ohrenheilkunde und mit Verdacht auf einen odontogenen Abszess anschließend zu uns verlegt wurde.

Klinischer Befund

Bei der stationären Aufnahme befand sich der Patient in reduziertem Allgemeinzustand. Neben einer unauffälligen Sensomotorik sahen wir eine ca. 4 × 5 cm große druckdolente feste Schwellung im Bereich des linken Halses. Intraoral zeigte sich ein suffizient versorgtes Erwachsenengebiss mit unauffälligen Untersuchungsbefunden. Lediglich der Zahn 36 zeigte einen Furkationsbefall und eine...

A rare differential diagnosis of odontogenic abscesses

Notes

Einhaltung ethischer Richtlinien

Interessenkonflikt

F. Tilsen, S. Reinert und S. Hoefert geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Dieser Beitrag beinhaltet keine von den Autoren durchgeführten Studien an Menschen oder Tieren. Für Bildmaterial oder anderweitige Angaben innerhalb des Manuskripts, über die Patienten zu identifizieren sind, liegt von ihnen und/oder ihren gesetzlichen Vertretern eine schriftliche Einwilligung vor.

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Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Klinik und Poliklinik für Mund‑, Kiefer- und GesichtschirurgieUniversitätsklinikum TübingenTübingenDeutschland

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