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Controlling & Management Review

, Volume 61, Issue 8, pp 44–47 | Cite as

Working Capital Management gefangen in der Zinsfalle?

  • Hendrik Vater
  • Heinz-Jürgen Klepzig
Unternehmenssteuerung Betriebskapital
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Wenn es für überschüssige liquide Mittel keine Zinsen mehr gibt, stellt sich die Frage, ob sich Working Capital Management noch lohnt. Wenn Unternehmen ihren Blick nicht ausschließlich auf den Zinsaspekt legen, sondern auch andere wichtige Potenziale von gutem Working Capital Management erkennen, ist die Antwort: Ja.

Langfristig erfolgreiche Verbesserungen des Working Capitals haben entscheidenden Einfluss auf die Performance eines Unternehmens, erfordern aber auch einschneidende strukturelle Maßnahmen und die Bereitschaft zu Veränderungen in den Köpfen der Mitarbeiter. Daher ist Working Capital Management, also die Optimierung von Forderungen, Beständen und Lieferantenverbindlichkeiten, letztlich immer „Work in Progress“ der dahinterliegenden verursachenden Prozesse. Erfolgreiches Prozess-Management erfordert ein stetiges Hinterfragen der eigenen Prozess-Performance sowie Änderungen und Feinadjustierungen. Es ist damit eher Daueraufgabe als kurzfristige Lösung.

Laut einer empirischen...

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2017

Authors and Affiliations

  1. 1.Controlling & Accounting für EMEA eines führenden DAX-KonzernsDüsseldorfDeutschland
  2. 2.Hochschule AugsburgAugsburgDeutschland

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