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Controlling & Management Review

, Volume 60, Issue 1, pp 71–71 | Cite as

In Kürze

  • Jacqueline Pohl
Information & Technologie
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Mobiles Arbeiten fördert Produktivität und Mitarbeiterzufriedenheit

Die neue Mobilität und überall verfügbare Cloud Services sind in der Arbeitswelt angekommen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Faktor 3 und Microsoft, für die mehr als 400 Wissensarbeiter aus IT, Marketing und Finanzen befragt wurden.

Demnach sind Homeoffice und Gleitzeit für über 80 Prozent der Befragten bereits Realität. Über die Hälfte der Mitarbeiter nutzen Cloud-Anwendungen und webbasierte Collaboration-Tools. Bei knapp der Hälfte sind auch firmeninterne soziale Netzwerke im Einsatz.

Mehr als zwei Drittel bewerten das mobile Arbeiten als positiv und produktivitätssteigernd. Die Hälfte der Befragten benötigt täglich mobile Technologien im Beruf und kann sich nicht mehr vorstellen, ohne sie auszukommen. Interessant ist, dass vor allem die Zufriedenheit durch Mobilität und zeitliche Flexibilität steigt. Die Mehrzahl der Befragten hat das gute Gefühl, viel geschafft zu haben, und empfindet Spaß bei der Arbeit. Besonders die unkomplizierte Zusammenarbeit über Standorte hinweg und die Teamarbeit über Cloud-Technologien werden als positiv empfunden.

Es gibt aber auch nach wie vor organisatorische und technologische Probleme, die die Arbeitsleistung senken. Jeder zweite Mitarbeiter sagt, dass er unproduktive Tätigkeiten verrichtet. Produktivitäts-Killer Nummer eins ist ein alter Bekannter: die E-Mail. 60 Prozent der Befragten verlieren viel Zeit mit dem Bearbeiten von E-Mails und filtern in der Regel unnütze Nachrichten manuell heraus. Generell wünschen sich mehr als zwei Drittel der Befragten eine bessere Strukturierung der Abläufe und klare Zielvorgaben, um ihre Arbeitsleistung und damit am Ende auch ihre Freude an der Arbeit steigern zu können.

Jacqueline Pohl

IT-Manager entscheiden aus dem Bauch heraus

Wie kommen Entscheidungen über neue Software, Hardware und Dienstleistungen im Unternehmen zustande? Oder gar strategische Neuausrichtungen der IT? Durch die intensive Analyse der Geschäftsprozesse? Die Kalkulation der Investitionen und der zu erwartenden positiven Effekte auf die Effizienz?

Eine Studie des IT-Dienstleisters Colt unter über 300 IT-Führungskräften aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien offenbart, dass vor allem weiche Faktoren den Ausschlag für eine Entscheidung geben. Anstatt sich mit Berechnungen und Analyseergebnissen abzusichern, sagen zwei Drittel der befragten IT-Verantwortlichen (68 Prozent), dass sie bei wichtigen Entscheidungen ihrem Instinkt und ihrer Erfahrung vertrauen. Dabei sind sie sich bewusst, dass ihre Eingebung sehr oft (76 Prozent) im Widerspruch zu anderen Quellen wie Daten oder dem Rat von externen Experten steht. Professionelle Erfahrung führt nach Ansicht der Chief Information Officers in der Regel zu besseren Ergebnissen, beispielsweise wenn es darum geht, auf neue Kundenanforderungen oder äußere Ereignisse zu reagieren oder mit geänderten Compliance-Anforderungen umzugehen. Ansonsten nehmen die IT-Leiter noch eher Ratschläge von außen an als von Kollegen. Ausschlaggebend ist für 76 Prozent das Vertrauen in den Berater, Partner oder Dienstleister.

Abbildung: © Colt

Jacqueline Pohl

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2016

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  • Jacqueline Pohl

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