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Psychiatrischer Beitrag

Langzeituntergebrachte Patienten in der forensischen Psychiatrie – Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Möglichkeiten
  • A. VoulgarisEmail author
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Verschiedene Studien demonstrieren einen Anstieg der untergebrachten Patienten und einer Zunahme der Liegedauer in den forensisch psychiatrischen Kliniken, während zur gleichen Zeit die Bettenkapazität in der Allgemeinpsychiatrie abnimmt (Chow und Priebe 2016; Priebe et al. 2005). Bei einer solchen Entwicklung steigt der Bedarf an wissenschaftlichen Bemühungen, die besonders herausfordernde Klientel und die Arbeit in diesen spezifischen Settings zu untersuchen und zu verstehen. Eine Arbeitsgruppe um Frau Völlm hat sich in einer Arbeit, die im April 2018 publiziert wurde, mit den Besonderheiten der in den forensisch-psychiatrischen Kliniken in England langzeituntergebrachten Patienten beschäftigt (Völlm et al. 2018). Scheinbar unverhältnismäßig lange Unterbringungszeiten werfen ökonomische und ethische Fragen auf, da die „Sicherung“ und Behandlung teuer sind und die persönliche Freiheit für den Einzelnen massiv beeinträchtigt wird.

In England finden sich forensisch-therapeutische...

Notes

Interessenkonflikt

A. Voulgaris gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Literatur

  1. Chow WS, Priebe S (2016) How has the extent of institutional mental healthcare changed in Western Europe? Analysis of data since 1990. BMJ Open 6:e10188.  https://doi.org/10.1136/bmjopen-2015-010188 CrossRefGoogle Scholar
  2. Priebe S, Badesconyi A, Fioritti A, Hansson L, Kilian R, Torres-Gonzales F (2005) Reinstitutionalisation in mental health care: comparison of data on service provision from six European countries. Br Med J 330:123–126.  https://doi.org/10.1136/bmj.38296.611215.AE CrossRefGoogle Scholar
  3. Völlm BA, Edworthy R, Huband N, Talbot E, Majid S, Holley J, Furtado V, Weaver T, McDonald R, Duggan C (2018) Characteristics and pathways of long-stay patients in high and medium secure settings in england; a secondary publication from a large mixed-methods study. Front Psychiatry 9:140.  https://doi.org/10.3389/fpsyt.2018.00140 CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für Sexualforschung und Forensische PsychiatrieUniversitätsklinikum Hamburg-EppendorfHamburgDeutschland

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