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Kriminologischer Beitrag

Was Opfer über den Opferbegriff denken
  • Angelika Treibel
Journal Club
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Das Strafrecht unterscheidet „Täter“ und „Opfer“ und ordnet diese Rollen eindeutig zu. Dem Täter soll Strafe zuteilwerden, dem Opfer Hilfe. Betrachtet man die Opfer-Täter-Dichotomie vereinfacht als Gut-Böse-Schema, erscheint es verwunderlich, dass der Opferbegriff mit negativen Implikationen belastet ist. Dies mag auch von der religiösen Besetzung des Begriffs herrühren. Erschreckend ist, dass der Begriff des „Opfers“ sich unter Jugendlichen als Schimpfwort etabliert hat: In diesem Kontext drückt er die Abwertung aus, die einem Menschen widerfahren kann, wenn er als „schwach“ betrachtet wird. Wegen der negativen Einfärbung des Begriffs wird er häufig explizit vermieden. „Geschädigte“, „Verletzte“ oder „Überlebende“ ersetzen den Opferbegriff. Dessen ungeachtet ist „das Opfer“ in der juristischen Fachsprache und in der Alltagssprache fest verankert. In einem aktuellen Beitrag von Fohring (2018) geht es um die Auseinandersetzung mit der Frage, wie der Opferbegriff von Menschen bewertet...

Notes

Interessenkonflikt

A. Treibel gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Literatur

  1. Christie N (1986) The ideal victim. In: Fattah EA (Hrsg) From crime policy to victim policy: reorienting the justice system. Palgrave Macmillan, London, S 17–30CrossRefGoogle Scholar
  2. Fohring S (2018) What’s in a word? Victims on ‘victim’. Int Rev Vict 24(2):151–164CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.HeidelbergDeutschland

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