Advertisement

Kriminologischer Beitrag

Soziale Isolation statt Liebe
  • Angelika TreibelEmail author
Journal Club
  • 31 Downloads

Das Phänomen des „Romance Scam“ (wörtlich übersetzt: „Romantik-Betrug“) bezeichnet eine Form des Betrugs, bei der gefälschte Profile in Onlinekontaktbörsen oder anderen Internetplattformen dazu benutzt werden, Beziehungen anzubahnen und den Opfern dann Verliebtheit vorzugaukeln, mit dem Ziel, eine finanzielle Zuwendung zu erschleichen. Als Synonyme für „Romance Scam“ findet man u. a. die Begriffe „(Internet) love scam“, „romance scamming“ oder „Romantik-Betrug“. Füllgrabe beschreibt das Phänomen im Jahr 2015 mit dem Begriff des „Online-Heiratsschwindel“ (Füllgrabe 2015).

Das Vorgehen der Täter und Täterinnen beim Romance Scam lässt sich beispielhaft wie folgt beschreiben: Ein Täter legt sich ein falsches Onlineprofil zu, verwendet dabei gestohlene Bilder aus dem Internet und erfindet eine Biografie, die aus Sicht der potenziellen Opfer mutmaßlich als attraktiv gilt. Dann wird über Online-Kontaktbörsen oder soziale Netzwerke im Internet systematisch am Aufbau einer Beziehung zu dem...

Notes

Interessenkonflikt

A. Treibel gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Literatur

  1. Füllgrabe U (2015) Online-Heiratsschwindel und andere Beziehungsfallen. Kriminalistik 69:487–493Google Scholar
  2. Whitty MT (2018) Do you love me? Psychological characteristics of romance scam victims. Cyberpsychol Behav Soc Netw 21(2):105–109CrossRefGoogle Scholar
  3. Whitty MT, Buchanan T (2016) The online dating romance scam: the psychological impact on victims—both financial and non-financial. Criminol Crim Justice 16(2):176–194CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für KriminologieUniversität HeidelbergHeidelbergDeutschland

Personalised recommendations