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Kriminologischer Beitrag

Der traumatogene Alltag auf Schulhöfen
  • Angelika TreibelEmail author
Journal Club
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Im vergangenen Winter berichtete eine Kollegin von der Mitteilung im Rahmen eines Elternabends, dass seitens der pädagogischen Einrichtung, in der ihr Kind betreut wird, Wert darauf gelegt würde, dass die Kinder vom „Schnellballwerfen“ sprächen und nicht von „Schneeballschlacht“, um die Friedfertigkeit unter den Kindern auch durch die Verwendung einer nichtaggressiven Sprache zu fördern. Ob es sich dabei um eine zielführende friedlichkeitsstiftende Maßnahme handelt oder um eine pädagogische Überreaktion, mag dahingestellt bleiben. Das Ausmaß und die Art von Gewalt, der Kinder in der Grundschule im Umgang mit ihren gleichaltrigen Mitschülern und Mitschülerinnen ausgesetzt sind, und die Frage, wie pädagogische Fachkräfte damit umgehen, bewegen sich wohl irgendwo zwischen Verharmlosung und Übersehenwerden auf der einen sowie Pathologisierung jeder Form von „Aggression“ auf der anderen Seite. Die Pathologisierung jeglichen aggressiven Impulses ist insofern problematisch, als Aggression...

Criminology article

Traumatogenic daily routine in school playgrounds

Notes

Interessenkonflikt

A. Treibel gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für KriminologieUniversität HeidelbergHeidelbergDeutschland

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