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Publizistik

, Volume 64, Issue 1, pp 137–139 | Cite as

Schade, Henriette: Soziale Bewegungen in der Mediengesellschaft. Kommunikation als Schlüsselkonzept einer Rahmentheorie sozialer Bewegungen

Wiesbaden: Springer VS 2018. 368 Seiten. Preis: € 49,99
  • Carola RichterEmail author
Buchbesprechung
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Stimmt es, was Lance Bennett zu Protestbewegungen behauptet – nämlich, dass im Zeitalter der Digitalisierung eine Verschiebung stattfindet von „collective action“ einer gewachsenen sozialen Bewegung hin zu „connective action“ lose verbundener Individuen? Im Windschatten der Mediatisierungsthese, die von einer Inkorporierung von Medien in allen Alltagshandlungen ausgeht, nahmen etliche ForscherInnen die Bennett’schen Überlegungen allzu kritiklos auf und verließen die Pfade der klassischen Bewegungsforschung.

Henriette Schade nimmt dies zum Anlass, die Forschung zu sozialen Bewegungen Revue passieren zu lassen und zu systematisieren. Was nämlich bisher fehle, so ihre These, sei eine konzeptionelle Fundierung der Rolle von Kommunikation in diesem Forschungsfeld und somit auch die Anschlussfähigkeit an die Kommunikationswissenschaft. Dies will sie nun korrigieren. Diejenigen, die mit der Protest- und Bewegungsforschung vertraut sind, können da nur zustimmen: ja, die Rolle von Kommunikation...

Copyright information

© The Editors of the Journal 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für Publizistik- und KommunikationswissenschaftFreie Universität BerlinBerlinDeutschland

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