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Publizistik

, Volume 61, Issue 4, pp 373–383 | Cite as

Nicht Daten, sondern Institutionen fordern die Publizistik- und Kommunikationswissenschaft heraus

Zu Andreas Hepps Beitrag „Kommunikations- und Medienwissenschaft in datengetriebenen Zeiten“ (Publizistik, Heft 3, 2016)
  • Otfried JarrenEmail author
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Der Beitrag von Andreas Hepp ist ein überzeugender Anstoß zu einer notwendigen Debatte. Ob diese Debatte aber vor allem wegen der „datengetriebenen Zeiten“, wie es in der Überschrift des Essays postuliert wird, geführt werden muss, das mag einstweilen dahingestellt sein. Natürlich ist Big Data und sind die sozialwissenschaftlichen Methoden auch eine Herausforderung für jede empirisch arbeitende (Sozial-)Wissenschaft. Das soll hier nicht mein Thema sein, sondern es geht in diesem Beitrag um die von Hepp angesprochenen theoretischen Überlegungen.

Es ist in der Tat richtig, dass sich der Gegenstandsbereich unserer Faches verändert, aber sich nicht nur – wie Hepp es formuliert – „erweitert“ (Hepp 2016, S. 231). Denn diese Erweiterung, im Sinne der funktionalen Differenzierung, beginnt nicht jetzt, also im Zeitalter der Digitalisierung, sondern diese Veränderung findet bereits seit den 80er-Jahren statt:
  • durch den Zutritt weiterer (vor allem privatwirtschaftlich organisierter) Radio- und...

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2016

Authors and Affiliations

  1. 1.IPMZ – Institut für Publizistikwissenschaft und MedienforschungUniversität ZürichZürichSchweiz

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