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CME

, Volume 16, Issue 7–8, pp 32–32 | Cite as

Eingeschränkte Auswahlmöglichkeiten

Schwangere HIV-Patientin: Was tun?

HIV/Aids
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Eine Schwangerschaft schränkt die Auswahlmöglichkeiten bei der HIV-Therapie deutlich ein.

Für den Fall, dass eine HIV-Patientin unter antiretroviraler Therapie (ART) schwanger wird, ist das aktuelle Therapieregime zu hinterfragen, wobei für viele Regimes noch keine ausreichenden Erfahrungen zum Einsatz in der Schwangerschaft vorliegen. Dr. Ivanka Krznaric, Berlin, verwies bei der 8. Münchner AIDS- und Hepatitis-Werkstatt auf die Empfehlungen in der deutsch-österreichischen Leitlinie [1].

Diese gibt eine Übersicht über die Arzneien, die für eine ART verwendet werden können. Dafür stehen prinzipiell alle Substanzklassen zur Verfügung. Die Leitlinie schränkt jedoch ein, dass die meisten antiretroviralen Medikamente für den Einsatz in der Schwangerschaft nicht zugelassen seien und die begrenzten klinischen Erfahrungen noch keine abschließenden Nutzen-Risiko-Abschätzungen zuließen. Als Therapieoptionen für eine ART in der Schwangerschaft werden dort unter anderem folgende Kombinationen genannt: Tenofovir/ Emtricitabin; Abacavir/Lamivudin; Atazanavir, geboostert mit Ritonavir oder Darunavir, geboostert mit Ritonavir.

Auf Anpassung der Dosis achten!

Wichtig ist, bei Schwangeren auf eventuelle Empfehlungen zur Anpassung der Dosierung der HIV-Arzneien zu achten. In der Leitlinie sind Daten des Antiretroviral Pregnancy Registry enthalten, die über die Anzahl der Ersttrimester-Expositionen mit dem jeweiligen Wirkstoff im Register und eventuell nötige Dosisanpassungen informieren.

Literatur

  1. 1.
    AWMF Nr. 055-002Google Scholar

Copyright information

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Authors and Affiliations

  • mmr
    • 1
  • eo
    • 1
  1. 1.

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