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CME

, Volume 16, Issue 6, pp 36–36 | Cite as

Daten zur Versorgungsqualität

Viele Tumorpatienten müssen unnötig Schmerzen erleiden

Schmerz
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Aktuelle Daten zur hiesigen Versorgungsqualität von Patienten mit tumorbedingten Schmerzen haben Ergebnisse zutage gefördert, die nicht nur den Betroffenen wehtun müssten.

Unverändert ist die schmerzmedizinische Versorgung von Tumorpatienten in Deutschland unzureichend und von einer bunten Mischung aus Unter- und Fehlversorgung gekennzeichnet. Dieses Fazit ziehen die Schmerzexperten Michael Überall, Nürnberg, und Gerhard H. H. Müller-Schwefe, Göppingen, aus den Resultaten einer Studie im Fachjournal „Schmerzmedizin“.

An der Online-Querschnittbefragung im Rahmen der Praxis-Leitlinien-Initiative der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin waren 5.576 Patienten mit tumorbedingten Schmerzen beteiligt, von denen 47,4% auch unter tumorbedingten Durchbruchschmerzen litten. Dauerschmerzen durch den Tumor wurden laut der erhobenen Daten bei 21,1% der Patienten nicht ausreichend behandelt. Als Merkmal einer Unterversorgung galt dabei z. B. der Verzicht auf ein Opioid der WHO-Stufe 3 trotz 24-stündiger Dauerschmerzen von mehr als 40 mm auf der VAS-Skala. Bei den Durchbruchschmerzen betrug die Unterversorgung 35,4%.

Unter- und Fehlversorgung nicht selten kombiniert

Bei 7,7% der Dauerschmerzen und 5,3% der Durchbruchschmerzen war eine Fehlversorgung festzustellen. Dabei entstehen vermeidbare Schäden. Definiert war die Fehlversorgung unter anderem als Einsatz einer Rescue-Therapie ohne Vorliegen von Durchbruchschmerzen bzw. bei unzureichender Opioid-Tagesdosis. Nicht selten traten Unter- und Fehlversorgung kombiniert auf. Der Anteil betrug bei Patienten mit Dauerschmerzen 23,7% und bei jenen mit Durchbruchschmerzen 30,6%.

Literatur

  1. Müller-Schwefe GHH. Schmerzmedizin. 2018;34(2):38–48. CrossRefCrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  • rb
    • 1
  1. 1.

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