Advertisement

CME

, Volume 16, Issue 6, pp 32–32 | Cite as

Kolorektales Karzinom

Viel pflanzliche Kost verbessert die Prognose — auch nach der Diagnose

Medizin
  • 14 Downloads

Eine Ernährung mit einem hohen Anteil pflanzlicher und einem niedrigen Anteil tierischer Produkte und Zucker vor, aber auch nach der Diagnose Kolorektalkarzinom (CRC) ist mit einem längeren Überleben assoziiert. Das zeigt eine Analyse der „Cancer Prevention Study-II-Nutrition Cohort“.

Gesunde Ernährung verlängert auch bei Krebspatienten die Lebensdauer.

© Denis Pepin / Fotolia

Der Einfluss von Ernährungsgewohnheiten unmittelbar vor und nach der CRC-Diagnose auf die Mortalität wird kontrovers diskutiert. Daten der prospektiven „Cancer Prevention Study-II (CPS-II) Nutrition Cohort“ helfen weiter. Die CPS-II-Ernährungskohorte umfasste 2.671 Patienten mit invasivem, nicht metastasiertem CRC, die zu Studienbeginn noch keine Krebsdiagnose hatten und von denen Daten zum Ernährungsverhalten vor der Diagnose vorlagen. Von 1.321 Patienten waren Angaben zum postdiagnostischen Ernährungsverhalten verfügbar. Die Qualität der Ernährung wurde mithilfe von Scores ermittelt.

Niedrigere Sterblichkeit bei besserer Ernährungsqualität

Für den prädiagnostischen Score „American Cancer Society [ACS] nutrition guideline“ ergab sich eine inverse Korrelation mit der Gesamtmortalität und der CRC-spezifischen Mortalität (Hazard Ratio high vs. low [HRHigh/Low] 0,78 und HRHigh/Low 0,74). Beim Western-diet-Score entstand eine positive Korrelation mit der Gesamtmortalität (HRHigh/Low 1,30). Bei der Analyse der Ernährungsqualität nach der CRC-Diagnose ergab sich beim ACS-Score eine niedrigere Gesamt- und CRC-Sterblichkeit (HRHigh/Low 0,62 und HRHigh/Low 0,35). Patienten mit einer schlechten prädiagnostischen Ernährungsqualität profitierten von einer verbesserten Ernährungsqualität nach der Diagnose in Form einer verminderten CRC-spezifischen Sterblichkeit.

Fazit: Viel pflanzliche Kost und wenig tierische Produkte vor und nach einer CRC-Diagnose verlängern sowohl das Gesamtüberleben als auch das krankheitsspezifische Überleben.

Literatur

  1. Guinter MA et al. J Clin Oncol. 2018;36(34):3404–10CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  • bk
    • 1
  1. 1.

Personalised recommendations