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CME

, Volume 16, Issue 4, pp 42–42 | Cite as

Im Verdachtsfall zum Gastroenterologen

  • Christine Vetter
INTERVIEW
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Wie beim Verdacht auf eine EoE diagnostisch vorzugehen ist, erläutert Prof. Dr. Martin Storr vom Endoskopiezentrum Starnberg in einem kurzen Interview.

?: Herr Professor Storr, was ist zu tun, wenn bei einem Patienten der Verdacht auf eine EoE im Raum steht?

Prof. Storr: In solchen Fällen ist der Patient unbedingt zur endoskopischen Abklärung an einen Gastroenterologen zu überweisen. Es geht dann darum, zu klären, ob eine Infiltration der Ösophagusmukosa mit eosinophilen Granulozyten nachzuweisen ist. Diese gilt als Diagnosekriterium der EoE, welche daher nicht selten auch als das „Asthma der Speiseröhre“ bezeichnet wird. Bei der Gastroskopie ergeben sich meist schon klare Hinweise auf die chronische Entzündung. Die Schleimhaut ist oft pergamentpapierähnlich verändert, man sieht häufig kleine Falten und/oder weiße punktartige Auflagerungen.

?: Wie wird die Diagnose gesichert?

Prof. Storr: Sichergestellt wird die Diagnose der EoE durch die Untersuchung von Gewebeproben, wobei die Leitlinien durchweg zu sechs Biopsien in drei Ebenen raten. Im histologischen Präparat werden die Eosinophilen ausgezählt. Übersteigt ihre Zahl den Grenzwert von 15 Eosinophilen/High-Power-Field, so gilt die EoE als eindeutig dokumentiert. Selbstverständlich müssen die Befunde im Einklang mit der klinischen Symptomatik stehen, sowie andere Differenzialdiagnosen ausgeschlossen werden.

Herr Professor Storr, haben Sie vielen Dank für die Erläuterungen.

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Authors and Affiliations

  • Christine Vetter
    • 1
  1. 1.

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