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CME

, Volume 16, Issue 1–2, pp 31–31 | Cite as

Vor allem Lunge, Kolon & Ösophagus sind betroffen

Fördert Dauerstress im Job das Krebsrisiko?

  • Christine Starostzik
Der prominente Patient
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Die tägliche Hektik und psychische Belastung im Job sind einer Metaanalyse zufolge wichtige Risikofaktoren für die Malignomentwicklung. Signifikante Zusammenhänge zwischen Arbeitsstress und Krebserkrankungen zeigten sich für drei Krebsarten.

Stress kann Menschen auf vielfältige Weise schaden. Der Blutdruck steigt, Herz und Gefäße leiden, Kopf- und Rückenschmerzen breiten sich aus, das Diabetesrisiko und die Infektionsneigung nehmen zu und es kann u. a. zu Tinnitus und Impotenz kommen. Ob die psychische Belastung im Berufsleben auch Einfluss auf die Entstehung von Krebserkrankungen nehmen kann, haben jetzt chinesische Wissenschaftler untersucht. Im Rahmen einer Metaanalyse haben Tingting Yang und Kollegen die Ergebnisse von neun geeigneten Beobachtungsstudien aus Europa und Nordamerika zusammengefasst. Insgesamt wurden die Daten von 281.290 Studienteilnehmern aus sieben Ländern analysiert, von denen 9.090 eine Krebserkrankung entwickelt hatten.

Teilnehmer mit hohem Arbeitsstress hatten in der multivariaten Analyse im Vergleich zu solchen, die keinem beruflichen Stress ausgesetzt waren, ein um insgesamt 17% höheres Krebsrisiko. Wurden die Tumoren im Einzelnen bewertet, ergab sich für drei Krebsarten ein signifikant erhöhtes Risiko: + 24% für den Lungenkrebs, + 36% für das Kolorektalkarzinom und + 112% für das Ösophaguskarzinom. Keine klaren Zusammenhänge zwischen Arbeitsstress und Krebserkrankung ließen sich dagegen für den Prostatakrebs, den Brustkrebs oder das Ovarialkarzinom erkennen.

© A. Hartung / stock.adobe.com

Literatur

  1. Yang T et al. Int J Cancer 2018; doi.org/10.1002/c.31955Google Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  • Christine Starostzik
    • 1
  1. 1.

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