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Trauma und Berufskrankheit

, Volume 21, Issue 3, pp 145–145 | Cite as

Sekundäreingriffe an der oberen Extremität

  • C. JürgensEmail author
  • K. Seide
Editorial
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Secondary surgical interventions on the upper extremities

Im Gegensatz zu Verletzungen der unteren Extremitäten führen Verletzungen der oberen Extremität nicht zu einer wesentlichen Einschränkung der Mobilität. Dennoch bedeutet Funktionsminderung oft eine deutlich reduzierte Lebensqualität, da wichtige Tätigkeiten wie Essen, Körperpflege oder handwerkliche Arbeiten eine gute Beweglichkeit des Armes voraussetzen. Viele Vorstellungen in unseren BG Kliniken erfolgen deshalb mit der Fragestellung nach Revisionsoperationen an den oberen Extremitäten.

Die Häufigkeit von Pseudarthrosen des Humerusschaftes wird abhängig von der Art der Primärbehandlung mit bis zu 30 % angegeben. Es ist deshalb erforderlich, bereits bei der Primärbehandlung Strategien zur Vermeidung der Pseudarthrose zu berücksichtigen. Dieses ist einer der Schwerpunkte unseres Leitthemas.

Das Ellengelenk ist eines der komplexesten Gelenke des Körpers, sodass schon vermeintlich leichte Verletzungen zu bleibenden Bewegungseinschränkungen führen können. Die Indikation, Techniken und Ergebnisse von Arthrolysen sind deshalb unseres Erachtens ebenfalls von besonderem Interesse.

Ellengelenkendoprothetik hat zweifelsfrei einen hohen Stellenwert in der Behandlung rheumatischer Gelenkerkrankungen, bei posttraumatischen Arthrosen oder Defektzuständen sind aber das individuelle Anforderungsprofil und das Alter der Patienten zu berücksichtigen. Hier ist infolge der eingeschränkten Belastbarkeit die Arthrodese gerade bei jüngeren Patienten immer noch eine erwägenswerte Therapieoption. Dennoch ist die Ellengelenkendoprothetik in der Hand des erfahrenen Operateurs durchaus eine adäquate Behandlungsalternative gerade bei älteren Patienten mit guter Compliance. Daher ist es uns wichtig, die aktuellen Möglichkeiten und zu erwartenden Ergebnisse aufzuzeigen.

Die Standards in diesem Heft zeigen die Behandlungsverfahren der Sehnenverletzungen an der unteren Extremität in einer übersichtlichen Zusammenstellung.

Aus der klinischen Forschung und Entwicklung präsentieren die In-vivo-Messungen mit einem instrumentierten Implantat interessante Einblicke in das mechanische Verhalten des heilenden Knochens. Drei Fälle von Femurpseudarthrosen mit einer sehr langsamen Heilung wurden mit diesem innovativen System behandelt. Die Messwerte werden dargestellt und mit Klinik und Röntgendiagnostik korreliert.

Zu den speziellen Reha-Angeboten der BG Kliniken gehört die Schmerzrehabilitation.

Von einem interdisziplinären Team werden aktuelle systematische Handlungsanweisungen (Stufenmodell) vorgestellt.

Die Begutachtung findet im Heft durch einen Beitrag zur Patellaluxation Beachtung, bei der die Beurteilung des Ursachenzusammenhangs stets eine besondere Schwierigkeit darstellt.

Ich möchte allen Autoren meinen besonderen Dank aussprechen, dass sie neben der in letzter Zeit immer größer werdenden Belastung im klinischen Alltag die Mühe der Erstellung der Beiträge auf sich genommen haben, und hoffe, dass sich vielleicht einige interessante Denkanstöße beim Lesen ergeben.

Prof. Dr. C. Jürgens

Prof. Dr. K. Seide

Notes

Interessenkonflikt

C. Jürgens und K. Seide geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Unfallchirurgie, Orthopädie und SporttraumatologieBG Klinikum HamburgHamburgDeutschland

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