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Schmerzmedizin

, Volume 34, Issue 5, pp 39–39 | Cite as

Erfahrungsbericht

  • Eure Madeleine Backe
DGS Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e. V.
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Liebe angehende ALFAs, bevor ich euch von meiner aufregenden Woche im Rahmen des Curriculums in Frankfurt berichte, möchte ich mich gerne kurz vorstellen. Mein Name ist Madeleine Backe, ich bin 30 Jahre alt und lebe und arbeite in Hamburg, genauer gesagt im Rückenzentrum Am Michel. Unsere Behandlungsschwerpunkte sind akute und chronische Rückenschmerzen (insbesondere die multimodale Schmerztherapie) und ich hatte das Glück, im März 2018 am DGS-Curriculum zur algesiologischen Fachassistenz (ALFA) in Frankfurt teilnehmen zu dürfen.

Voller Vorfreude habe ich mich angemeldet, doch meine Euphorie erhielt zunächst einmal einen Dämpfer, als ich den Stundenplan gesehen habe. Die ersten Gedanken, die mir dabei durch den Kopf gingen, waren: „Wie bitte soll ich das nur alles schaffen?“, aber mir wurde rasch klar, es wird nicht alles so heiß gegessen wie gekocht und so wartete ich geduldig auf den Tag X. Sonntagabend (am Vortag) in Frankfurt gut angekommen. Alleine in einer fremden Stadt, alleine im Hotelzimmer — es gibt wirklich schöneres an einem freien Wochenende und meine Zweifel, ob sich denn der Aufwand rechnet, kamen wieder. ABER: Es hat sich wirklich gelohnt!

Als ich Montagvormittag den ersten Vortrag (von PD Dr. Michael A. Überall) gehört habe, war sie wieder da — die Euphorie — und die hat sich dann bis Freitagnachmittag (bis zum Bestehen der Prüfung) gehalten. Ich durfte von tollen Ärzten, Psychologen und Physiotherapeuten lernen, die auch den trockensten Unterrichtsstoff so gut vermitteln konnten, dass die Zeit darüber wie im Fluge verging und ich, wer hätte es gedacht, wirklich Spaß dabei hatte zu lernen. Manchmal fand ich es schon ein bisschen schade, dass die Tage so schnell vorbei gingen.

© Schulz-Design / Fotolia

Das Spektrum der Themen war gut ausgewählt, sodass wir alle viel für unseren Berufsalltag gelernt haben und mitnehmen konnten. Natürlich sind 8 – 10 Unterrichtsstunden pro Tag lang (ich bin es ehrlich gesagt auch gar nicht mehr gewohnt, so lange Zeit nur zuzuhören), aber bei den wirklich guten Dozenten und den spannenden Themen haben wir die Zeit nicht selten völlig vergessen.

Und dann war die Woche auch schon vorbei und der Tag der Prüfung stand vor der Tür. Ich hatte mir — wie alle anderen auch — unnötigerweise viel zu viele Gedanken deswegen gemacht. Dabei war das Prüfungsgespräch — wie der ganze Kurs ja auch — Teil des Lernens und Verstehens und nicht nur reine Lernzielerfolgskontrolle.

Und dann zu guter Letzt: der Samstag — Tag des Fachpersonals. Wieder gute „Dozenten“, interessante Themen und ausreichend Raum für den wichtigen Austausch zwischen den anwesenden Kolleginnen und Kollegen. Alles in allem eine wirklich gute und interessante Woche!

Hoffentlich konnte ich Euch einen kleinen Einblick in die Curriculumswoche einer angehenden ALFA geben und den einen oder anderen ermutigen, selbst daran teilzunehmen. Eines kann ich Euch auf jeden Fall versprechen: Es lohnt sich — wirklich!

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© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  • Eure Madeleine Backe
    • 1
  1. 1.HamburgDeutschland

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