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Schmerzmedizin

, Volume 34, Issue 4, pp 6–6 | Cite as

Notfallmedizin

„Patientenverfügung light“ für Palliativpatienten

  • Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature
Panorama
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_ Viele Palliativpatienten wünschen sich in einer Notfallsituation keinen Transport ins Krankenhaus, sondern rein lindernde Maßnahmen zuhause. Diese Wünsche sind zwar meist in Form einer Patientenverfügung schriftlich hinterlegt, jedoch haben Notärzte im Ernstfall oft nicht die Zeit, danach zu suchen. Die Folge: Nicht immer kann der Patientenwunsch berücksichtigt werden.

Daher hat die Stadt Düsseldorf in Zusammenarbeit mit dem Runden Tisch Palliative Versorgung, ein Partner des Universitätsklinikums Düsseldorf, den Düsseldorfer Notfallausweis entwickelt: Knapp 11 cm hoch, passt er in jedes Portemonnaie oder kann gut sichtbar ans Bett gelegt werden. Ebenso wie die Patientenverfügung wird der neue Notfallausweis zusammen mit dem Arzt ausgefüllt und ist bindend. „Er dient als Kurzzusammenfassung des Patientenwillens und gibt den Rettungskräften Rechtssicherheit“, erklärt Dr. Martin Neukirchen, Leitender Arzt am Interdisziplinären Zentrum für Palliativmedizin der Uniklinik Düsseldorf.

Ausgestellt wird der neue Ausweis zunächst auf allen Düsseldorfer Palliativstationen sowie über das ambulant tätige Palliative Care Team. In einem nächsten Schritt ist dann die weitere Verbreitung über die niedergelassenen Allgemein- und Palliativmediziner im Stadtgebiet geplant.

Im Gegensatz zu einer Patientenverfügung steht der Notfallausweis immer griffbereit zur Verfügung.

Quelle: www.duesseldorf.de

Literatur

  1. Nach Informationen des Universitätsklinikums Düsseldorf Google Scholar

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