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Ethik in der Medizin

, Volume 31, Issue 3, pp 271–274 | Cite as

Internationale Klausurwoche „Professional Ethics at the End of Life. International Comparisons“

Greifswald, 27.05.–01.06.2019
  • Eva Kuhn
  • Anna-Henrikje SeidleinEmail author
Tagungsbericht
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Ethische Fragen des Umgangs mit Patient*innen am Lebensende und deren Angehörigen sind in hohem Maße durch das jeweilige soziokulturelle Umfeld geprägt. Empirische Untersuchungen zeigen, dass kulturell geprägte Einstellungen im Bereich der Begleitung sterbender Menschen teilweise deutlich differieren. In ländervergleichender Perspektive lässt sich so zum Beispiel feststellen, dass die französische „Medizinkultur“ sehr stark den relationalen Charakter und die umfassende Begleitung betont, wohingegen in der deutschen „Medizinkultur“ stärker eine individualistisch-autonomiezentrierte Perspektive hervorgehoben wird. Dies spiegelt sich auch in der jeweiligen nationalen Gesetzgebung wider, wie man unter anderem an der unterschiedlichen Stellung und Nutzung des Instruments der Patientenverfügung erkennen kann. So ist es in Deutschland spätestens seit 2009 selbstverständlich, dass die Anerkennung des in der Patientenverfügung geäußerten Willens eine rechtliche und ethische Pflicht auf der...

Notes

Interessenkonflikt

E. Kuhn und A.-H. Seidlein geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für Geschichte und Ethik der MedizinTechnische Universität München (TUM)MünchenDeutschland
  2. 2.Institut für Ethik und Geschichte der MedizinUniversitätsmedizin GreifswaldGreifswaldDeutschland

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