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Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie

, Volume 52, Issue 8, pp 729–729 | Cite as

Beispiele aktueller Herausforderungen stationärer Versorgung

Qualitätseinschätzung, Verschreibungspraxis, Ressourcenplanung und Belastungserleben
  • Susanne DenskusEmail author
Editorial
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Examples of current challenges in inpatient care

Quality estimation, prescription practice, resource planning and stress experience

Immer wieder erreichen die Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie frei eingereichte Beiträge, die keinem thematischen Schwerpunkt zugeordnet sind, die aber einen bestimmten Teilbereich der Alternsforschung und Altenhilfe beleuchten, sodass eine Zusammenstellung unter einer thematischen Klammer für unsere Leser*innen möglich wird. Dies ist hier der Fall bei vier methodisch unterschiedlich gelagerten Beispielen für empirische Studien zum Umgang mit Bewertungs‑, Versorgungs- und Belastungsproblemen in stationären Kontexten.

Zúñinga et al. betrachten Qualitätseinschätzungen von Schweizer Pflegeheimen anhand von sechs Indikatoren zu vier Messthemen in einer Onlinebefragung zu 155 Heimen mit dem Ziel, die Zuverlässigkeit, Verständlichkeit und den Nutzen der Erhebung und ihrer Qualität aus Sicht der Anwender zu evaluieren.

Wiedemann und Bohnet-Joschka interessiert der Prozess der Wundversorgung im Pflegeheim. Sie adressieren mit einem qualitativen Forschungsdesign (leitfadengestützte Interviews) die Beratungs- und Verschreibungspraxis von Medizinprodukten bei chronischen Wunden und Dekubitus in vier stationären Einrichtungen.

Broda et al. interessiert die Angemessenheit von Versorgungsarrangements und deren Kostenimplikationen für Menschen mit Demenz. Konkret untersuchen sie die Versorgungsplanung am Übergang von der Häuslichkeit ins Pflegeheim auf der Basis des „Balance-of-care“-Ansatzes zur Ressourcenplanung mit einem sequenziellen „mixed method design“ in zwei Pflegesettings, wobei sie die Einschätzung professioneller Akteure mit Daten von 235 Menschen mit Demenz verknüpfen.

Kada und Lesnik wenden sich dem Erleben von „moral distress“ von Pflegekräften aus fünf Pflegeheimen zu und diskutieren anhand von inhaltsanalytisch gewonnenen Befunden aus Leitfadeninterviews mit 21 Personen die notwendige Erweiterung des Konzepts (z. B. um moralische Unsicherheit), insbesondere im Zusammenhang mit Fragen der Pflege und Therapie am Lebensende.

Ich wünsche Ihnen eine gewinnbringende Lektüre.

Susanne Denskus

Managing Editor

Notes

Interessenkonflikt

S. Denskus gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Fachzeitschriften MedizinSpringer Medizin Verlag GmbHHeidelbergDeutschland

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