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Medizinrecht

, Volume 37, Issue 1, pp 72–75 | Cite as

Der falsche Vater: Schmerzensgeld einer Mutter aufgrund der künstlichen Befruchtung mit der Samenzelle des falschen Spenders

GG Artt. 2 Abs. 1, 1 Abs. 1; BGB §§611, 630f., 630 g, 253 Abs. 2, 823 Abs. 1
  • OLG Hamm, Urt. v. 19.2.18 – I-3 U 66/16 (LG Münster)
RECHTSPRECHUNG
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Zusammenfassung

Der Anspruch auf Herausgabe von Behandlungsunterlagen gibt kein Recht auf Einsicht in eine Kartei mit Samenspendern. Ein Arzt ist grundsätzlich nicht verpflichtet, einem Patienten gegenüber die Richtigkeit und Vollständigkeit überreichter Behandlungsunterlagen an Eides statt zu versichern. Trägt eine mit “falschem” Sperma, weil nicht vom richtigen Samenspender stammend, durchgeführte heterologe Insemination zu einer körperlich-psychischen Belastung der Mutter bei, kann der Mutter ein Schmerzensgeldanspruch gegen den für die Insemination verantwortlichen Arzt zustehen. Zum Anspruch eines Kindes, von dem für die Insemination verantwortlichen Arzt Auskunft über die Identität seines Vaters zu erhalten (Leitsatz der Pressestelle des OLG Hamm).

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Authors and Affiliations

  • OLG Hamm, Urt. v. 19.2.18 – I-3 U 66/16 (LG Münster)

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