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Der Pathologe

, Volume 40, Issue 1, pp 1–2 | Cite as

40 Jahre Der Pathologe

  • H. WeberEmail author
  • K. W. SchmidEmail author
Editorial

40 years of Der Pathologe

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

in diesem Jahr erscheint Der Pathologe im 40. Jahrgang. Dies ist für uns ein großer Grund zur Freude und wir blicken mit Stolz auf seine Erfolgsgeschichte. Den Grundstein für die Zeitschrift legte Prof. Dr. Volker Becker (Abb. 1) im Jahre 1979, als er die Federführung des ersten deutschsprachigen Organs für angewandte Pathologie übernahm. Ziel sollte sein, anhand von Übersichtsarbeiten zu Pathogenese und Differenzialdiagnose unter Berücksichtigung aktueller Forschungsergebnisse allen im deutschsprachigen Raum praktisch tätigen Pathologen eine Hilfestellung im Alltag zu geben. Ein weiteres großes Anliegen war ihm die Förderung der Verbindung zwischen Pathologie und klinischer Medizin. Inhaltlich sollte sich die Interdisziplinarität in Beiträgen zu Klassifikationen und klinisch relevanten Problemen bei der Diagnostik widerspiegeln [1].
Abb. 1

Als Gründer von Der Pathologe hatte Prof. Dr. Volker Becker 15 Jahre lang (1979–1994) die Schriftleitung inne

Als bewährtes Informations- und Diskussionsforum wurde Der Pathologe schon frühzeitig von der Deutschen Abteilung der Internationalen Akademie für Pathologie (IAP), der Deutschen und Österreichischen Gesellschaft für Pathologie (DGP und ÖGPath) sowie dem Bundesverband Deutscher Pathologen (BDP) anerkannt und als Sprachrohr genutzt. Später wurde Der Pathologe auch Organ der Schweizerischen Gesellschaft für Pathologie. Diese Kooperationen wurden über die Jahre vertieft und sind bis heute wichtiger Bestandteil der Zeitschrift.

Durch die Darstellung von neuesten Erkenntnissen und Fortschritten aus Wissenschaft und Praxis konnte das erfolgreiche Konzept von den nachfolgenden Schriftleitern fortgeführt und erweitert werden. Von 1994 bis 1999 hatte Herr Prof. Dr. Werner Böcker (Abb. 2) die Leitung der Zeitschrift inne. Dabei wurde er von einem wachsenden Herausgeberboard, bestehend aus Fachexperten unterschiedlicher Spezialgebiete, unterstützt [2].
Abb. 2

Im Jahr 1994 übernahm Prof. Dr. Werner Böcker die Schriftleitung der Zeitschrift

Nach der Stabübergabe an Herrn Prof. Dr. Klaus-Michael Müller (Abb. 3) bildete die neue personelle Struktur die Grundlage zur Einführung von Schwerpunktheften. Zahlreiche, in verständlicher Form aufbereitete Übersichten sind seitdem erschienen und geben jeder Ausgabe einen anderen thematischen Fokus. Damit stärkte Herr Prof. Müller den edukativen Charakter der Zeitschrift und führte diese ins 21. Jahrhundert. Neben der gedruckten Zeitschrift wurden die Inhalte zusätzlich online verfügbar. Die seit der Gründung bestehende Listung in MEDLINE trug maßgeblich zur großen Reichweite bei. Durch die Einführung des elektronischen Manuskripteinreichungssystems „Editorial Manager“ wurde das Begutachtungsverfahren erleichtert und für alle Beteiligten transparent.
Abb. 3

Zum 20-jährigen Jubiläum von Der Pathologe erfolgte die Stabübergabe an Herrn Prof. Dr. Klaus-Michael Müller

Unter der Federführung des unterzeichnenden Editor-in-Chief wurden ab 2010 weitere Rubriken ins Leben gerufen, wodurch die Zeitschrift noch vielfältiger geworden ist. Mit der Rubrik „Pitfalls“ stehen dem Leser, ergänzend zu Fallbeispielen mit ungewöhnlichen Krankheits- bzw. Behandlungsverläufen, Besonderheiten sowie Fallstricke der Diagnostik in Form eines Quizes zur Verfügung. Mit Einführung der wichtigen Rubrik „CME Zertifizierte Fortbildung“, welche wissenschaftlich gesichertes und in der Praxis umsetzbares Wissen vermittelt, haben Ärzte die Möglichkeit, CME-Punkte zu sammeln. Vor 2 Jahren erschien erstmals ein Artikel unter der Rubrik „Standortbestimmung Pathologie“, welche der besseren Orientierung im Fach dient und den Zusammenhalt sowie die konstruktive Diskussion fördern soll. Passend zum Rückblick auf die Historie von Der Pathologe startet in der vorliegenden Ausgabe eine neue Beitragsserie zur „Geschichte der Pathologie“. Denn nur wer sich mit der Vergangenheit auseinandersetzt, hat einen zuverlässigen Wegweiser für die Zukunft.

Doch nicht nur die Zusammensetzung der Rubriken, sondern auch das Layout sowie das gesamte Erscheinungsbild der Zeitschrift haben sich im Laufe der Jahre verändert (Abb. 4) und werden auch weiterhin dynamisch bleiben. Unter Berücksichtigung der Anforderungen und Wünsche von Autoren, Herausgebern und Verlag entstehen neue Formate, wie z. B. das ePaper, das allen Abonnenten kostenfrei zur Verfügung steht.
Abb. 4

Die Gestaltung des Coverlayouts ist einem Wandel unterzogen

Trotz oder gerade wegen des kontinuierlichen Wandels ist es beruhigend zu wissen, dass eine Sache stets unverändert geblieben: die Verpflichtung der Schriftleiter und Herausgeber gegenüber der Zeitschrift. Nicht nur dank ihrer fachlichen Expertise, sondern auch durch Ideenreichtum und ausgesprochen großes Engagement hat Der Pathologe einen hohen Stellenwert in der täglichen Diagnostik erreicht und wird als DAS Nachschlagewerk im deutschsprachigen Raum geschätzt. An dieser Stelle möchten wir ein herzliches Dankeschön an die vielen Herausgeber, Autoren und Gutachter aussprechen, welche die Zeitschrift seit der Gründung maßgeblich geprägt und einen entscheidenden Einfluss auf die Qualität genommen haben, und natürlich auch an Sie, liebe Leserschaft, ohne deren Unterstützung es die Zeitschrift in ihrer heutigen Form nicht geben würde. Wir hoffen, dass Sie uns mit Ihren Erfahrungen sowie Ihrem Wissen weiterhin begleiten, diese mit uns teilen und die nächsten 40 Jahre mitgestalten. Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen bei der Lektüre dieser Ausgabe.

Prof. Dr. K. W. Schmid

Notes

Interessenkonflikt

H. Weber und K.W. Schmid geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Literatur

  1. 1.
    Becker V (1979) Was soll eine neue Zeitschrift? Pathologe 1:1–3Google Scholar
  2. 2.
    Böcker W (1994) Editorial. Pathologe 15:3–4CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Springer Medizin Verlag GmbHHeidelbergDeutschland
  2. 2.Institut für Pathologie, Universitätsklinikum EssenUniversität Duisburg-EssenEssenDeutschland

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