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Psychotherapeut

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„So etwas wie Höflichkeit kennt das Unbewusste nicht“

Rainer Funk (Hrsg.) (2009) Erich Fromm als Therapeut. Einblicke in seine psychoanalytische Praxis aus der Sicht seiner Schüler. Psychosozial-Verlag, Frankfurt a. M., 249 S., ISBN-10: 383792002X, EUR 24,90
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Erich Fromm (1900–1980) gehört zu den originellsten, gescheitesten und vielseitigsten Autoren, die die Geschichte der Psychoanalyse hervorgebracht hat. Der Referent hält seit Langem Fromms Beiträge für unterschätzt. Viel Schlichteres fand in der Psychoanalyse eine stärkere Verbreitung und seine bekanntesten Werke Haben und Sein, Die Kunst des Liebens oder die Anatomie der menschlichen Destruktivitätschienen ein Laienpublikum mehr anzusprechen als die Fachleute. Gerechterweise muss man anfügen, dass sie gezielt auch an Nichtfachleute adressiert waren. Fromm war Frankfurter aus jüdischer Familie, studierter Soziologe und Psychologe, mehr noch aber war er Sozialist und Humanist, Sozialpsychologe, Sozialphilosoph, Psychoanalytiker und Teilmarxist. Nie war er unkritisch oder gar gläubig; in allem blieb er ein Mann des Widerspruchs. In seinen Anfängen arbeitete er am Institut für Sozialpsychologie in Frankfurt. Wegen seiner Abstammung und seiner sozialistischen Haltung musste er...

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