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Der Orthopäde

, Volume 48, Issue 6, pp 536–537 | Cite as

Die Dokumentationspflicht operativen Vorgehens

  • M. SchwarzeEmail author
  • P. Glanzmann
  • M. Schiltenwolf
Orthopädie und Recht

Jeder operativ tätige Arzt ist nach der Berufsordnung (§ 10 MBO-Ä) und dem Gesetz (§ 630 f Bürgerliches Gesetzbuch) zur Dokumentation seines therapeutischen Vorgehens verpflichtet. In einer Arzthaftungssache wurde für die Gutachterkommission einer Landesärztekammer (LÄK) ein Gutachten zur Frage, ob einem Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie die Nichtabtragung einer Haglund-Exostose und die diesbezüglich mangelnde Dokumentation im Operationsbericht vorzuwerfen sei, erstellt.

Kasuistik

Eine 41-jährige Patientin beklagte seit dem Jahr 2012 Schmerzen im Bereich der rechten Achillessehne (AS). Die durchgeführte magnetresonanztomographische Diagnostik zeigte eine langstreckige, distal betonte AS-Tendinitis mit chronisch gedeckten Faserteilrupturen, eine Bursitis und Tendinitis im Bereich des calcanearen AS-Ansatzes mit geringer Begleitostitis bei prominenter hinterer oberer Calcaneuskontur. Nach erfolgloser konservativer Therapie mit Röntgenreizbestrahlung, nichtsteroidalen...

Requirements of mandatory surgical documentation

Notes

Interessenkonflikt

M. Schwarze, P. Glanzmann und M. Schiltenwolf geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Literatur

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Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Gutachtenambulanz, Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Zentrum für Orthopädie, Unfallchirurgie und ParaplegiologieUniversitätsklinik HeidelbergHeidelbergDeutschland
  2. 2.Gutachterkommission Bezirksärztekammer NordbadenKarlsruheDeutschland

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