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Fehlbildungen an Hand und Unterarm

Postpartal auffallend

Malformations of hand and forearm

Conspicuous postpartum

  • 692 Accesses

  • 2 Citations

Zusammenfassung

Viele Fehlbildungen an Hand und Unterarm wie Polydaktylien, Oligodaktylien, Syndaktylien oder Radiusaplasien sind bereits direkt nach der Geburt ersichtlich, und die Neugeborenen werden frühzeitig in entsprechenden Zentren vorstellig. Andererseits werden Orthopäden nicht selten mit Fehlbildungen an Hand und Unterarm konfrontiert, die erst während des Wachstums klinisch auffällig werden. Diese Übersichtsarbeit soll solche typischen Fehlbildungen darstellen, die regelmäßig in der Praxis den Patienten und meist mehr noch die Eltern verunsichern. Neben der entsprechenden Diagnostik und den Differenzialdiagnosen werden die konservativen und operativen Therapieoptionen aufgezeigt.

Abstract

Many congenital malformations of the hand and forearm, e. g. polydactyly, thumb duplication, syndactyly and radial aplasia, are already evident at birth and newborns are promptly referred to specialized departments. In contrast, orthopedic surgeons are often confronted with malformations of the hand and forearm, which gradually become clinically conspicuous during growth. This review article focuses on these specific malformations, which regularly upset the patients in practice and in most cases the parents even more so. In addition to the diagnostics and differential diagnostics, the conservative and surgical treatment options are presented.

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Author information

Correspondence to Prof. Dr. F. Unglaub.

Ethics declarations

Interessenkonflikt

F. Unglaub ist regelmäßig als Referent der Firma Medartis, Basel, Schweiz, tätig. M.F. Langer, P. Hahn, L.P. Müller, F. Cakmak und C.K. Spies geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Dieser Beitrag beinhaltet keine von den Autoren durchgeführten Studien an Menschen oder Tieren.

Additional information

Redaktion

C. Chiari, Wien

R. von Eisenhart-Rothe, München

H. Gollwitzer, München

J. Grifka, Bad Abbach

M. Jäger, Essen

A. Meurer, Friedrichsheim

CME-Fragebogen

CME-Fragebogen

Was ist hinsichtlich Diagnostik und Therapie beim Pollex rigidus zu beachten?

Er darf nicht mit einer Strecksehnenverletzung des Daumens aufgrund der Streckunfähigkeit des Daumenendglieds verwechselt werden.

Er wird fast immer konservativ therapiert.

Er wird aufgrund der komplizierten Operationstechnik selten operativ behandelt.

Eine Röntgenaufnahme ist obligat.

Bei der operativen Technik wird auf Blutleere verzichtet.

Der Pollex flexus congenitus …

ist eine sehr seltene Fehlbildung.

tritt meist mit Syndromen auf.

hat keine Konsequenz für die motorische Entwicklung des Daumens.

hat eine knöcherne Ursache.

kann durch eine verhältnismäßig einfache Operation therapiert werden.

Was ist bei der Diagnostik der Kirner-Deformität zu beachten?

Sie darf nicht mit einer Fraktur verwechselt werden.

Sie tritt am häufigsten am Daumen auf.

Sie ist gekennzeichnet durch ein Fehlwachstum nach dorsoulnar.

Sie wird meist durch die starken funktionellen Einschränkungen auffällig.

Sie tritt fast nur einseitig auf.

Wie wird die Dystelephalangie therapiert?

In seltenen Fällen durch eine Korrekturosteotomie

Eine Therapie ist immer überflüssig.

Mit frühzeitigen redressierenden Gipsverbänden

Nach Epiphysenfugenschluss sehr gut mit Orthesen

Mit einer operativen Sehnenverlagerung

Was charakterisiert eine Madelung-Deformität?

Ein atypisches radioulnares Band

Eine verstärkte palmare Inklination des Radius

Eine ulnare Deviation aller Finger

Eine Überlänge des Radius

Eine Synostose zwischen Radius und Ulna

Wie würden Sie die Eltern eines 10-jährigen Mädchens mit einem dorsal prominenten Ulnakopf und einer Einschränkung des Handgelenkes hinsichtlich Diagnostik und Therapie bei einer Madelung-Deformität beraten?

Nach dem 30. Lebensjahr sind meist Korrekturosteotomien erforderlich.

Wird entsprechend dem Alter des Patienten und des Wachstumszustandes therapiert

Auf eine Röntgenaufnahme kann verzichtet werden.

Die Diagnose wird mit einer MRT-Aufnahme gestellt.

Eine Operation ist sehr selten erforderlich.

Ein 8‑jähriges Mädchen wird mit einer radialen Deviation beider Kleinfinger vorgestellt. Wie beraten Sie die Eltern?

Es handelt sich am ehesten um eine Kirner-Deformität.

Eine funktionelle Einschränkung besteht fast nie.

Die Deformität ist meist mit Syndromen vergesellschaftet.

Die Deformität ist durch eine Fehlinsertion der oberflächlichen Beugesehne verursacht.

Eine genetische Untersuchung ist unumgänglich.

Eine Klinodaktylie …

wird häufig beim Neugeborenen auffällig.

zeigt häufig eine starke funktionelle Einschränkung.

tritt meist beidseitig auf.

kann zuverlässig nur mit der MRT diagnostiziert werden.

ist eine rein radiologische Diagnose.

Wie stellt sich die Kamptodaktylie radiologisch dar?

Durch eine Überlänge der Ulna

Durch eine Verknöcherung zwischen Radius und Ulna

Durch eine deutliche Hyperextension des Mittelglieds

Durch eine Flexion im PIP-Gelenk mit palmarer Kerbe am Hals der Grundphalanx

Durch eine Verbreiterung der Wachstumsfugen aller Finger

Wie würden Sie ein 12-jähriges Mädchen mit Kamptodaktylie im Stadium 1 nach Frank behandeln?

Mit einer Korrekturosteotomie

Kontrolle und Anleitung zu Dehnungsübungen

Frühzeitige operative Therapie, unabhängig von der Beugestellung des PIP-Gelenks

Redressierenden Gipsverbänden

Sehnentransposition

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Cite this article

Unglaub, F., Langer, M.F., Hahn, P. et al. Fehlbildungen an Hand und Unterarm. Orthopäde 45, 631–642 (2016). https://doi.org/10.1007/s00132-016-3282-5

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Schlüsselwörter

  • Pollex rigidus
  • Kirner-Deformität
  • Klinodaktylie
  • Differenzialdiagnosen
  • Therapie

Keywords

  • Trigger thumb
  • Kirner deformity
  • Clinodactyly
  • Differential diagnostics
  • Therapy