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Das Editorial – eine Mischung zwischen Aperitif und Digestif

The editorial – a mixture between aperitif and digestif

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Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

eine „Originalia“-Ausgabe unserer Zeitschrift kann Ähnlichkeiten mit einem Mehrgangmenü haben. Es kann mit mehr oder weniger viel Geschmack zusammengestellt oder auch „zufällig zusammengewürfelt“ wirken. Der Einfluss der Herausgeber darauf ist begrenzt, und zwar abhängig von der Thematik der eingegangenen und im Review für gut befundenen Beiträge. Die Leser werden die Menügänge nach eigener Interessenslage bewerten.

“Eine „Originalia“-Ausgabe hat Ähnlichkeiten mit einem Mehrgangmenü”

Was aber soll nun ein Editorial dazu beitragen? Soll es die Leser ins Heft führen? Die Leser brauchen diese Führung nicht. Soll es ein Appetizer für den Inhalt der Beiträge sein? Die Qualität der Arbeiten muss nicht noch eigens hervorgehoben werden. Wäre die Schriftleitung nicht von ihnen überzeugt, würden sie nicht veröffentlicht. Sie benötigen keine Appetitanregung. Wenngleich es schon einmal sein kann, dass wissenschaftlich grundlagenorientierte Beiträge schwere Kost sind, deren Lektüre dem einen oder anderen Leser verdaulich gemacht werden muss: Das Editorial funktionell also als Mischung zwischen Aperitif und Digestif. Man kann auch der Meinung sein, das Editorial werde ohnehin nicht gelesen, da zu oft gefüllt mit Trivialitäten, Redundanzen und überflüssigen Belehrungen. Das wird wohl häufig zutreffen, aber nicht ohne Ausnahme: Immerhin erreichte mich zum Editorial des letzten Originalia-Hefts die Einschätzung, dass dieses ja wohl „etwas lieblos“ geraten sei.

Also: Liebe Leserinnen und Leser – ich glaube, Sie brauchen zu diesem Heft eigentlich kein Editorial. Sie sind völlig selbständig in der Lage zu erkennen, dass dieses ein gutes Heft mit sehr guten Beiträgen ist. Allesamt spannend. Ich rege nichts an, wiederhole nichts, fasse auch nichts zusammen. Das können Sie, liebe Leserschaft, für sich alles viel besser als ich. Ich vermittle auch keine Querverweise zu gegenwärtig aufgeregten gesundheitspolitischen Diskussionen, die mit echten Fakten wenig zu tun haben.

Den Autoren der hier publizierten Beiträge sei an dieser Stelle gedankt für ihre nach meinem Empfinden wichtigen Beiträge: Sie sortieren unübersichtliche Datenlagen, bringen den Gelenkerhalt in Erinnerung, erstellen Risikoprofile für Fehlschläge, lassen uns über den orthopädischen Tellerrand schauen, berichten über seltene Erkrankungen und reden darüber, dass auch die Behandlung von Komplikationsfolgen ausreichend finanziert gehört. Vielen Dank Ihnen allen!

Und Ihnen, liebe Leser, wünsche ich eine gewinnbringende Lektüre der Beiträge, die mit viel Aufwand erstellt worden sind.

Eines sei noch vermerkt: Schriftleitung für solche Hefte macht Spaß.

War das jetzt etwas weniger lieblos? Ich hoffe es.

Herzlich, Ihr

Prof. Dr. Volker Ewerbeck

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Correspondence to Prof. Dr. V. Ewerbeck.

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Ewerbeck, V. Das Editorial – eine Mischung zwischen Aperitif und Digestif. Orthopäde 41, 441 (2012). https://doi.org/10.1007/s00132-012-1968-x

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