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Der Gynäkologe

, Volume 52, Issue 11, pp 878–880 | Cite as

Tumor in der Bauchwand – eine seltene Differenzialdiagnose

  • Christoph WeissEmail author
  • Lukas Angleitner-Boubenizek
  • Reinhard Motz
  • Peter Oppelt
Bild und Fall
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Anamnese

Eine 80-jährige Patientin kam 2,5 Jahre nach einer stadiengerechten Operation aufgrund eines Adenokarzinoms des Endometriums (pT1b [50 mm] Nx G1 L0 V0 Pn0 FIGO IB) zur geplanten Nachsorge. Die Operation erfolgte per Re-Längslaparotomie. Im Rahmen der Operation kam es aufgrund eines Verwachsungsbauches zu einer Dünndarmverletzung, welche übernäht wurde. Im Anschluss erfolgte eine adjuvante Brachytherapie. In der Anamnese findet sich ein Zustand nach Blinddarmdurchbruch mit konsekutiver Dünndarmteilresektion im Jahre 1968 sowie aktuell eine arterielle Hypertonie, chronisches Vorhofflimmern und Adipositas.

Klinischer Befund

Im Rahmen der Nachsorgeuntersuchung fiel erstmals ein pflaumengroßer, derber, indolenter, nicht verschieblicher Knoten im Narbenbereich kaudal des Nabels auf. Die Patientin war völlig beschwerdefrei.

Sonographisch fand sich in der Bauchwand eine ca. 5 × 4 × 4 cm messende hypoechogene, nicht vaskularisierte, scharf begrenze Formation (Abb.  1), die eine...

Tumor in the abdominal wall—a rare differential diagnosis

Notes

Einhaltung ethischer Richtlinien

Interessenkonflikt

C. Weiss, L. Angleitner-Boubenizek, R. Motz und P. Oppelt geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Für diesen Beitrag wurden von den Autoren keine Studien an Menschen oder Tieren durchgeführt. Für die aufgeführten Studien gelten die jeweils dort angegebenen ethischen Richtlinien. Für Bildmaterial oder anderweitige Angaben innerhalb des Manuskripts, über die Patienten zu identifizieren sind, liegt von ihnen und/oder ihren gesetzlichen Vertretern eine schriftliche Einwilligung vor.

Literatur

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Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  • Christoph Weiss
    • 1
    Email author
  • Lukas Angleitner-Boubenizek
    • 1
  • Reinhard Motz
    • 2
  • Peter Oppelt
    • 1
  1. 1.Universitätsklinik für Gynäkologie, Geburtshilfe und Gynäkologische Endokrinologie, Kepler UniversitätsklinikumJohannes Kepler Universität LinzLinzÖsterreich
  2. 2.Institut für Pathologie und Mikrobiologie, Kepler UniversitätsklinikumJohannes Kepler Universität LinzLinzÖsterreich

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