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Der Urologe

pp 1–4 | Cite as

Verordnungsregresse

Der normative Schadensbegriff als Rechtsproblem
  • Julia StrehleEmail author
Leitthema

Nicht selten sehen sich niedergelassene Vertragsärzte und Vertragsärztinnen mit hohen Regressforderungen der Krankenkassen und Kassenärztlichen Vereinigungen konfrontiert. Eine rein normative Betrachtung des Schadens im Bereich des Vertragsarztrechts hat zur Folge, dass Regress- bzw. Rückforderungsansprüche selbst dann entstehen können, wenn den Kostenträgern tatsächlich kein Vermögensschaden entstanden ist. Dabei geraten auch ermächtigte Chefärzte am Krankenhaus immer häufiger ins Visier der Krankenkassen.

In Wirtschaftlichkeitsprüfungen werden gerade auch aktuell wieder im Rahmen der Prüfung von Verordnungen hohe Regresssummen von den Prüfgremien festgesetzt. Existenzgefährdenden Rückforderungen und Schadensersatzansprüche der Kostenträger, insbesondere bei der Prüfung von Arzneimittelverordnungen, sind dabei keine Seltenheit.

Die gängigste und bekannteste Prüfart stellt die Wirtschaftlichkeitsprüfung der ärztlich verordneten Leistungen nach § 106b SGB V dar. Aktuell sorgen aber auch...

Legal recourse claims due to medication order

The normative concept of damage as a legal problem

Notes

Einhaltung ethischer Richtlinien

Interessenkonflikt

J. Strehle gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Für diesen Beitrag wurden vom Autor keine Studien an Menschen oder Tieren durchgeführt. Für die aufgeführten Studien gelten die jeweils dort angegebenen ethischen Richtlinien.

Literatur

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    vgl. BSG, Urteil vom 18.08.2010, Az. B 6 KA 14/09 R; BSG, Urteil vom 13.10.2010, Az. B 6 KA 47/09 R; BSG, Urteil vom 29.06.2011, Az. B 6 KA 16/10 R u. v. m.Google Scholar
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Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Seufert Rechtsanwälte Partnerschaft von Rechtsanwälten mbBMünchenDeutschland

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