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Uro-News

, Volume 23, Issue 1, pp 3–3 | Cite as

Alpha und Omega

  • Springer Medizin
Editorial
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Prof. Dr. med. Elmar W. Gerharz Urologie an der Paulskirche, UROGATE, Frankfurt am Main

„Auch der URO-NEWS-Mikrokosmos bleibt nicht von Veränderungen verschont.“

Prof. Dr. med. Andreas J. Gross Klinik für Urologie, Asklepios Klinik Barmbeck, Hamburg

Manchmal fallen Anfang und Ende in eins. So überlappt der Auftakt des Europawahljahres 2019 mit dem bewegenden Abschied von bundesrepublikanischen Ikonen: Die Physikerin Angela Merkel und der „Erfahrungsjurist“ Horst Seehofer danken nur leicht metachron als Parteivorsitzende ab, der singende Konditor und Selbstparodist Heinz Georg Kramm (Heino) lässt auf seinem letzten Album („Und Tschüß“) die Sierra Madre del Sur noch einmal baritonal im Abendrot brennen und der „Serientod“ der Lindenstraße ist selbst durch den trotzigen Protest von Mutter Beimer in der BILD-Zeitung nicht mehr abzuwenden.

Natürlich bleibt auch der URO-NEWS-Mikrokosmos nicht von Veränderungen verschont. So wechselten jüngst nicht nur die Jahre, sondern auch die Redakteure und einige unserer Beiräte. Mit Wolfgang Bühmann und Rolf Harzmann gehen zwei schlagfertige Schwergewichte aus dem urologischen Charakterfach von Bord, die die unverbrüchliche Liebe zur deutschen Sprache und zur spitzfindigen Formulierung gemein haben. Wir verdanken ihnen zahlreiche brillante Artikel und originelle Anregungen. Als Rookies im Beirat begrüßen wir das „blonde Fallbeil“ aus Erwitte, Christian Hampel, der im vergangenen Jahr fulminant und mutig mit scharfzüngigen Essays zu Zertifizierung und Indikationsdehnung debütierte, und den Muffländer Frank Becker aus dem Urologischen Zentrum am Boxberg in Neunkirchen. Becker, Co-Pilot von Ulrich Humke auf dem Südwestdeutschen Urologenkongresses in Stuttgart, kann schwenken (saarländisch für grillen) und wird uns in berufspolitischen Fragen verstärken.

Inhaltlicher Schwerpunkt dieser URO-NEWS-Ausgabe ist erneut und aus gutem Grund die mpMRT-Fusionsbiopsie des urologischen Schicksalsorgans. Ausgehend von der sympathisch koketten Bemerkung von Maximilian (Regens)Burger, er habe keine Ahnung vom Biopsieren, das sei eine Domäne der niedergelassenen Urologen und dort in besten Händen, beleuchten wir unter anderem die Praktikabilität der Methode in den unterschiedlichen Sektoren.

Lukas Koneval postuliert mit seinen Würzburger Mitstreitern, dass dieser Methode die Zukunft gehört. Er verbindet dies mit einem Überblick über die jüngsten Leitlinienempfehlungen, das publizierte Wissen und einer Diskussion der eigenen Erfahrungen im universitären Setting.

Uli Köhl und Konsorten, uns allen bestens bekannt durch ihre vielbeachtete Synopse der verschiedenen Biopsiesysteme in URO-NEWS (Ausg. 4/2016), teilen mit uns ihre exzellent aufgearbeiteten Daten zur mpMRT-Fusionsbiopsie aus ihrer Praxis in Ansbach. Sie belegen, dass die komplexe Technik etwa in Form einer Apparategemeinschaft durchaus von niedergelassenen Urologen medizinisch auf höchstem Niveau und wirtschaftlich sinnvoll genutzt werden kann.

Philipp Mandel et al. von der Frankfurter Goethe-Universität gehen schließlich mit Literatur- und eigenen Daten der klinisch hochrelevanten Frage nach, ob eine MRT-fusionierte Targetbiopsie stets mit einer systematischen Biopsie kombiniert werden sollte.

In Analogie zur unserer Serie „Was macht eigentlich ...?“ fragten wir uns unlängst, was aus der Mannheim Uroband geworden ist. Wir freuen uns sehr, dass Gründungsmitglied Jens Rassweiler ohne zu zögern Rede gestanden hat: Es gibt sie noch!

Der URO-KULT fällt in der Januar-Ausgabe hingegen in gewohnter Manier aus. Stattdessen finden Sie auf der letzten Seite unser Gewinnspiel, bei dem Sie Ihr Lieblings-Cover aus den Pinseln und Federn unseres Zeichners Dieter Adam auswählen können.

Zum Ende weisen wir mit einem Augenzwinkern auf unsere neue Reihe „Yoga für Urologen“ hin und drücken die Daumen, dass es beim Ausprobieren nicht zu bleibenden Schäden kommt. Auf ein Neues!

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