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Hand- und Handgelenkfrakturen

  • Christian K. SpiesEmail author
  • Frank Unglaub
Einführung zum Thema
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Hand and wrist fractures

Liebe Leserinnen und Leser,

Frakturen des Handskeletts sind aufgrund der Exposition der Hand häufige Verletzungen. Ein Großteil der Frakturen kann mit guten funktionellen Ergebnissen konservativ behandelt werden. Grob dislozierte, instabile und intraartikuläre Frakturen benötigen allerdings häufig eine operative Therapie.

In den letzten Jahren wurde eine Vielzahl an spezifischen und auch winkelstabilen Osteosynthesematerialien für die kleinen Knochen entwickelt, die es dem Operateur erlauben, auch sehr komplexe Frakturen übungsstabil suffizient zu versorgen, um eine frühfunktionelle Nachbehandlung zu ermöglichen.

Operative Zugangswege sind insbesondere in der Handchirurgie von enormer Wichtigkeit. Bernd Hohendorff und Kollegen aus Stade setzen sich hiermit in dem Kapitel „Operative Zugangswege an der Hand“ intensiv auseinander und beleuchtet ausgezeichnet das Thema aus einem chirurgisch fokussierten Blickwinkel.

Unsere österreichischen Kollegen um Stefan Quadlbauer nehmen sich dem Thema „Perkutane Behandlung geschlossener instabiler Basisfrakturen der Fingermittelglieder“ an und stellen diese elegante Technik einleuchtend vor.

Auch komplexe Lösungen müssen teilweise bei ausgedehnten oder veralteten Verletzungen angewandt werden. Dazu haben Thomas Pillukat und Kollegen aus Bad Neustadt an der Saale mit dem Thema „Rekonstruktion der Mittelgliedbasis am Finger durch ein osteochondrales Transplantat vom Os hamatum“ ein didaktisch hervorragendes Kapitel angefertigt.

Unsere Arbeitsgruppe aus Bad Rappenau handeln mit den Kapiteln „Offene Reposition und Schrauben‑/Plattenosteosynthese von Fingergrundgliedfrakturen“ und „Offene Reposition und Schrauben‑/Plattenosteosynthese von Mittelhandfrakturen“ häufige Verletzungsmuster ab und stellen unter dem Gesichtspunkt der modernen Frakturversorgung die einzelnen Techniken jeweils Schritt für Schritt vor.

Die Kahnbeinfraktur ist nicht nur eine häufige, sondern auch aufgrund der bekannten Durchblutungssituation eine heikle Verletzung, die ein vielschichtiges und gut geplantes Vorgehen erfordert. Stefan Quadlbauer und Mitarbeiter stellen im Kapitel „Palmare winkelstabile Verplattung von Pseudarthrosen und Trümmerfrakturen des Kahnbeins“ eine Osteosynthesetechnik vor, die neben der etablierten Schraubenosteosynthese mit der Doppelgewindeschraube bei Entwicklung einer Skaphoidpseudarthrose auch bei frischen Frakturen mit ausgeprägter Dislokation und Substanzverlust angewandt werden kann.

Moderne Implantate und innovative Operationstechniken erweitern unser Versorgungsspektrum zunehmend, um den facettenreichen Frakturkonstellationen adäquat begegnen und sie optimal versorgen zu können.

Wir freuen uns, Ihnen einen umfassenden und klinisch fokussierten Überblick über diese häufigen Verletzungsformen geben zu können und wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen.

PD Dr. med. Christian K. Spies

Prof. Dr. med. Frank Unglaub

Notes

Interessenkonflikt

C.K. Spies und F. Unglaub halten regelmäßig Vorträge auf Einladung der IBRA, Basel.

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.HandchirurgieVulpius Klinik GmbHBad RappenauDeutschland
  2. 2.Medizinische Fakultät MannheimUniversität HeidelbergMannheimDeutschland

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