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HNO Nachrichten

, Volume 49, Issue 1, pp 42–42 | Cite as

Aktuelle Checkliste der KBV

Korrekt abrechnen bei Patienten aus dem Ausland

  • Anke Thomas
Praxis konkret
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Die Abrechnung bei Patienten aus dem Ausland ist nicht ganz einfach, weil je nach Herkunftsland andere Regeln gelten. Die KBV hat ihre entsprechende Checkliste zum 1. Oktober aktualisiert, um Ärzten einen Leitfaden an die Hand zu geben.

Für die Abrechnung bei Patienten aus dem Ausland gibt es genaue Vorgaben.

© Robert Kneschke / Adobe Stock

Wenn Patienten aus dem Ausland behandelt werden, muss die Praxis zunächst das Herkunftsland erfragen. Für die Abrechnung unterscheidet die KBV grundsätzlich drei Gruppen: Die erste Gruppe bilden Patienten aus den Staaten des Europäischen Wirtschaftsraums und der Schweiz. Haben diese Patienten eine akute oder chronische Erkrankung und kann die Behandlung nicht aufgeschoben werden, ist die europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) heranzuziehen. Eine Kopie der EHIC beziehungsweise der provisorischen Ersatzbescheinigung (PEB) reicht aus, um den Behandlungsanspruch eines im europäischen Ausland Versicherten zu belegen. Bei geplanten Behandlungen ist eine Genehmigung der Krankenkasse im Heimatland erforderlich. Dazu erhält der Patient ein Formular von seiner Krankenkasse (Vordruck E112 oder S2). Dieses Formular muss er bei einer von ihm gewählten Krankenkasse in Deutschland gegen einen „Nationalen Anspruchsnachweis“ umtauschen.

Patienten aus Staaten mit bilateralen Abkommen über Soziale Sicherheit müssen grundsätzlich ebenfalls einen nationalen Anspruchsnachweis vorlegen. Bei Patienten, die keinen oder nicht den richtigen Anspruchsnachweis vorlegen, erfolgt die Vergütung nach der GOÄ.

Neu seit Herbst 2018

Seit dem 1. Oktober 2018 verwenden Krankenkassen das Formular „Nationaler Anspruchsnachweis“ für alle Patienten, die zur Behandlung nach Deutschland einreisen. Dies gilt sowohl für Patienten, die im Ausland krankenversichert sind und auf Basis des „bilateralen Abkommens über Soziale Sicherheit“ Anspruch auf vertragsärztliche Leistungen in Deutschland haben, als auch für Patienten, die in einem anderen EU-/EWR-Staat oder der Schweiz versichert sind. Durch das neue Formular soll eine bundeseinheitliche und übersichtliche Dokumentation für die Ärzte erreicht werden.

Name des behandelnden Arztes eintragen

Eine weitere Neuerung: Auf dem Formular „Patientenerklärung Europäische Krankenversicherung“ ist zusätzlich der Name des behandelnden Arztes einzutragen. Laut KBV ermöglicht dies den Krankenkassen die eindeutige Zuordnung der Patientenerklärung zur Kopie der EHIC. Die geänderten und in 13 Sprachen verfügbaren Ausführungen der Patientenerklärung sollten seit 1. Oktober in den Praxisverwaltungssystemen enthalten sein.

Ärzte im fahrenden Notdienst dürfen seit dem 1. Oktober die Daten der EHIC (oder der provisorischen Ersatzbescheinigung) formlos händisch erfassen (Tab. 1). Dafür steht auch eine Vorlage zur Verfügung. Bei einer provisorischen Ersatzbescheinigung sind zusätzlich deren Gültigkeitsdauer und Ausgabedatum einzutragen.

Tab. 1

Durch den ärztlichen Notdienst zu erfassende Daten

Herkunftsland

Vor- und Nachname des Versicherten

Geburtsdatum

Persönliche Kennnummer

Kennnummer des Trägers

Kennnummer und Ablaufdatum der Karte

Alle Daten müssen mit Ordnungsnummer (3. bis 9.) angegeben werden.

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  • Anke Thomas
    • 1
  1. 1.

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