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Die Überwachung der Einhaltung der Verordnung über das Inverkehrbringen und die Aussaat von mit bestimmten Pflanzenschutzmitteln behandeltem Maissaatgut (MaisPflSchMV)

  • Thomas G. Nagel
GENERELLE ASPEKTE

Zusammenfassung

Als Folge des massiven Bienensterbens in Deutschland im Jahr 2008 erließ das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz am 11. Februar 2009 die „Verordnung über das Inverkehrbringen und die Aussaat von mit bestimmten Pflanzenschutzmitteln behandeltem Maissaatgut“ (MaisPflSchMV). Die Verordnung besagt im Wesentlichen, dass mit den Pflanzenschutzmittelwirkstoffen Clothianidin, Imidacloprid und/oder Thiamethoxam behandeltes Maissaatgut weder eingeführt, noch in Verkehr gebracht oder ausgesät werden darf. Methiocarb-gebeiztes Maissaatgut darf nur eingeführt oder in Verkehr gebracht werden, wenn der Abrieb den Grenzwert von 0,75 g/100.000 Korn – ermittelt nach einer näher beschriebenen Methodik („Heubach-Test“) – nicht überschreitet. Sollte das methiocarb-gebeizte Saatgut mit einem pneumatischen Sägerät, das mit Unterdruck arbeitet, ausgebracht werden, so ist dies nur zulässig, wenn das Sägerät mit einer Vorrichtung ausgestattet ist, die die Abdrift an Beizmittelabrieb um 90 % (gegenüber Sägeräten ohne Vorrichtung) mindert. Neben der Methodik, die essentiell für die Überwachung der konsequenten Umsetzung der MaisPflSchMV (BMELV 2009) ist, werden in dem vorliegenden Beitrag die umfangreichen Analysenergebnisse der hierzu durchgeführten Kontrollen in Baden-Württemberg im Jahr 2009 vorgestellt.

Schlüsselwörter

MaisPflSchMV Fachrechts-Kontrolle Saatgutanerkennung Pflanzenschutz Heubach-Test LC–MS Analyse Maissaatgut 

Literatur

  1. BMELV (2009) Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Verordnung über das Inverkehrbringen und die Aussaat von mit bestimmten Pflanzenschutzmitteln behandeltem Maissaatgut, Bundesanzeiger, Nr. 23, S. 519–520 (zuletzt geändert durch BGBI 2009, Nr. 48, S. 2341)Google Scholar
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Copyright information

© Springer Basel AG 2010

Authors and Affiliations

  1. 1.Landwirtschaftliches Technologiezentrum (LTZ) AugustenbergReferat 21-Organische AnalytikKarlsruheGermany

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